Zu Gast beim Titelverteidiger

Bayern-Basketballer reisen nach Madrid

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Die Spielpause der FC Bayern-Basketballer ist beendet: Am heutigen Donnerstag reist der Münchner Tross in die spanische Hauptstadt, wo am Freitagabend (22.2.) bei Titelverteidiger Real Madrid der 23.  Spieltag in der EuroLeague ansteht. Der spanische Champion, als Tabellendritter derzeit punktgleich mit dem Zweiten ZSKA Moskau (17:5 Siege), ist favorisiert und kann mit einem Erfolg frühzeitig die Playoff-Teilnahme absichern. Der siebtplatzierte Deutsche Meister (11:11) kämpft im dicht gedrängten Mittelfeld – zwischen den Rängen sieben und zwölf liegen nur zwei Siege – um die erstmalige Teilnahme eines BBL-Teams an den Playoffs der Königsklasse.

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Die Partie in Madrid beginnt um 21 Uhr, MagentaSport und FC Bayern.tv live übertragen ab 20.45 Uhr aus dem „Wizink Center“. Nächste Woche spielen die Bayern erneut auswärts, bei Montenegros Serienmeister Podgorica (Fr., 1.3., 19 Uhr), bevor sie nach drei Wochen zum BBL-Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven in den Audi Dome zurückkehren (So., 3.3., 15 Uhr).

„Wir haben diese Woche regeneriert und dann hart trainiert“, berichtete Trainer Dejan Radonjic vor der Abreise und sagte über den Gegner: „Real ist Real, der Champion. Vor allem dort ist es schwer, sich gegen sie zu behaupten. Wir haben aber die klare Erwartung an uns, unser bestmögliches Spiel zu zeigen.“ Ihm stehen gegen ein extrem tief besetztes Starensemble weiterhin Stefan Jovic (Hüfte) und Devin Booker (Aufbautraining) nicht zur Verfügung; auch der Einsatz von Nihad Djedovic (Rücken) ist ungewiss. Radonjic: „Wir müssen schauen, wen wir letztlich zur Verfügung haben.“

„Wenn du 40 Minuten hart spielst, ist alles möglich“

Real hat aufregende Tage hinter sich nach der denkwürdigen Niederlage im spanischen Pokalfinale des Copa del Rey-Turniers in eigener Halle gegen den von Svetislav Pesic gecoachten Erzrivalen FC Barcelona (93:94 n.V.). Madrid lag kurz vor dem Schlussviertel 58:41 vorn, ehe Barça eine Aufholjagd startete und letztlich, inmitten von heftigen Debatten über die Referees, nach Verlängerung triumphierte.

Entsprechend angestachelt dürften sich die Königlichen am Freitag präsentieren. Bayern-Guard Petteri Koponen – der noch voriges Jahr ebenfalls mit Barcelona gegen Real den Pokal holte – weiß, was morgen ansteht: „Dieses Spiel ist eine große Herausforderung für uns. Aber wir wollen dagegenhalten und wenn du 40 Minuten hart und solide spielt, ist immer alles möglich. Uns fehlen einige Spieler, aber das gehört dazu. Wir müssen diesmal das Pick and Roll besser verteidigen als im Hinspiel, als dann etwa Randolph einfach zu oft mehrfach in der Ecke frei war.“

Ein Team aus Allstars

Das erste Duell hatte Reals Allstar-Team im Audi Dome 82:72 gewonnen. Topscorer des 34-maligen spanischen Meisters ist der erwähnte US-Forward Anthony Randolph (13,4 PpS). Für den FCBB gilt es außerdem, die herausragenden Center Gustavo Ayon (8,7 PpS, 6,3 RpS) und 2,21-Mann Walter Tavares (6,7 PpS, 5,3 RpS) vor allem beim Rebound zu stoppen, wo das Duo stets auch Platz für Reals Schützen wie den EuroLeague-MVP von 2017, Sergio Llull (10,3 PpS), oder Rudy Fernandez (9,0) schafft. Prägender Spielgestalter ist der flinke Argentinier Facundo Campazzo (9,5 PpS, 4,5 ApS).

„Das ist eine wahnsinnig gut besetzte Mannschaft, die außerdem sehr kreativ spielt und auch in der Defense unheimlich stark ist“, resümiert FCBB-Guard Maodo Lo. „Auswärts bei Real, das ist mit die schwierigste Aufgabe in der EuroLeague. Gleichzeitig wollen wir an jedoch uns selbst glauben und versuchen, in Madrid zu gewinnen.“

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