„Spielen, als ob es letzte Chance wäre.“

Erste Option auf Titelverteidigung

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Die FC Bayern-Basketballer haben es tatsächlich geschafft: Am Mittwoch behielten sie auch vor 14.000 Fans in Berlin Ruhe und Übersicht und gewannen das zweite Playoff-Finale bei Vizemeister Alba 82:77. Trotz der Debatten nach Spiel 1 (74:70) und der entsprechend aufgeheizten Atmosphäre zeigte die Mannschaft von Trainer Dejan Radonjic eine reife Teamleistung, wobei Devin Booker mit seiner Dunkingshow bei 16 Punkten und vier Offensivrebounds diesmal herausragte.

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Somit hat der Titelverteidiger im dritten Finalspiel am Sonntag (23.6.) die erste von drei Optionen, die Best-of-five-Serie gegen Alba für sich zu entscheiden. Der Showdown beginnt um 18 Uhr im mit 6.500 Zuschauern ausverkauften Audi Dome. Das Spiel wird diesmal auch im Free-TV von Sport1 übertragen, MagentaSport und FC Bayern.tv live gehen wie immer eine Viertelstunde vor Tip-off auf Sendung.   

Bestwerte für die Münchner Verteidigung  

Die Bayern wissen, dass noch ein weiter Weg bis zum entscheidenden dritten Sieg zurückzulegen ist und die Berliner über ausreichend Qualität und Kampfgeist verfügen, in München gewinnen zu können. „Viele meinen vielleicht, dass schon etwas entschieden ist, was aber nicht stimmt, das ist eine sehr gefährliche Konstellation“, warnt Coach Radonjic. „Alba hat die ganze Saison über hervorragend gespielt, wir müssen gegen sie erneut unsere beste Leistung bringen.“

Auch Rekordspieler Nihad Djedovic empfiehlt, „das Spiel in Berlin schnell zu vergessen, denn es steht erst 2:0 und wir müssen uns so vorbereiten und spielen, als ob es unsere letzte Chance wäre“. Auch Geschäftsführer Marko Pesic mahnt: „Wenn wir und unsere Fans jetzt denken, es steht 2:0 und alles ist in trockenen Tüchern, werden wir ein blaues Wunder erleben. Alba ist eine Mannschaft, die um ihr Leben kämpfen wird.“

Verlassen können sich die Münchner neben ihrer individuellen Qualitäten und dem enormen Teamgeist offenkundig auf ihre Defense: 107, 98, 100, 100, 79, 100 – so lautete ja die Punktausbeute von Alba in den Playoffs bis zu den Finals, im Schnitt 97,3 Zähler. Im Finale gegen den FCBB scorte man nun 70 und 77 Punkte (73,5 PpS), womit die Bayern bis dato ein Kunststück fertigbrachten: Die beste Verteidigung der Liga (76 Gegenpunkte in der Hauptrunde) kassierte in den Playoffs gegen Braunschweig und Vechta durchschnittlich nur 74,8 Punkte – und konnte diesen Wert nun also noch einmal leicht drücken.

Besonders wirkungsvoll agierte die Münchner Verteidigung um ihre beweglichen Aktivposten wie Djedovic oder Leon Radosevic am Mittwochabend in Berlin gegen Alba-Spielmacher Peyton Siva (17,3 Playoff-Punkte bis zum Finale, 7 in Spiel 2), Luke Sikma (10,3 POpS/6) und Martin Hermannsson (14,6 POpS/4).

Gelingt noch mal so eine ausbalancierte Performance, stehen die Chancen auf die erste Titelverteidigung des FCBB seit 1954/1955 zumindest nicht schlecht. Für die Bayern wäre es der fünfte Titel nach den weiteren BBL-Meisterschaften 2014 und 2018. Alba Berlin wartet seit 2008 auf die neunte Meisterschaft.

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