7.000 Fans erwartet

Bayern in Bremen gegen die Eisbären

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Der Trainer der Bayern-Basketballer steht bevorzugt mit beiden Beinen auf dem Boden, doch am Donnerstagabend stimmte Dejan Radonjic gerne ein in die gelöste Stimmung, die im Audi Dome herrschte: Das verdiente 77:71 am vierten Spieltag der EuroLeague gegen den spanischen Vizemeister Baskonia Vítoria bezeichnete der Chefcoach als „unser bestes Saisonspiel bisher“, er gratulierte seinen Spieler zu einem reifen Auftritt gegen einen physisch vermeintlich überlegenen Gegner. Sogar das Rebound-Duell hatte der Deutsche Meister am Ende gewonnen (40:39) gegen die imposante Frontcourt-Garde um den französischen 2,13-Hünen Vincent Poirier (24 Punkte). Und das trotz des Fehlens von Center Leon Radosevic (Infekt).

Mit 2:2 Siegen darf man den Einstieg der Bayern in die neue Welt der Königsklasse als gelungen bezeichnen und als gute Basis vor den beiden nächsten Partien gegen zwei Topteams aus Istanbul, bei Titelanwärter Fenerbahce (Do., 1.11., 18.45 Uhr) und dann wieder daheim gegen EuroCup-Gewinner Darussafaka (Do., 8.11., 20 Uhr). Doch bis dahin gilt die Konzentration nun der nächsten Auswärtspartie in der Liga: Am Sonntag (15 Uhr/“Telekom Sport“) wollen die Münchner bei den Eisbären Bremerhaven den fünften Sieg holen und damit an der Tabellenspitze verbleiben. Die Hanseaten ziehen für das Gastspiel des Double-Gewinners wieder in die Bremer Stadthalle um und rechnen mit rund 7.000 Fans.

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Zweimal knapp in der Vorsaison

Dass die Gastgeber nach einigen Jahren mit Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag in dieser Saison stärker einzuschätzen sind, bewiesen sie vor Wochenfrist: Beim 88:93 vor 2.300 Zuschauern in Bremerhaven gegen Bamberg verpassten die Eisbären knapp eine mögliche Überraschung. In Gießen (89:87) konnten sie dagegen etwas unerwartet gewinnen, der Pflichtsieg zum Auftakt gegen Aufsteiger Crailsheim (93:80) sorgt für eine für Bremerhavener Verhältnisse entspannende Zwischenbilanz von 4:4 Punkten.

Schon vergangene Saison taten sich die Bayern in Bremen schwer, erst ein gewitzter Einwurf von Braydon Hobbs auf Devin Booker sicherte 1,4 Sekunden vor Schluss das 85:83. Und im Rückspiel im Audi Dome schrammte man beim 98:95 ebenfalls an einer Enttäuschung vorbei. Anführer der Gastgeber ist US-Guard Chris Warren mit 21,8 Punkten pro Spiel. Ebenfalls auffällig: Bremerhaven weist mit nur 9,3 Turnovers (FCBB: 15,3) den zweibesten Wert der Liga auf. „Wir müssen auswärts hochkonzentriert auftreten, Bremerhaven hat nichts zu verlieren“, mahnt Radonjic zur Konzentration.

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