Vorbericht

Bayern gegen Alba, das Gipfeltreffen

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183 Tage nach dem letzten Duell der Rivalen kommt es zum Wiedersehen: Die Bayern-Basketballer treffen auf Alba Berlin, jenes Team also, gegen das sie Mitte Juni das entscheidende fünfte Playoff-Finale (106:85) triumphal gewinnen konnten und im Februar zuvor das Pokalfinale (80:75). Die Bayern sind in der BBL als Tabellenführer mit einem 10:0-Startrekord unterwegs und die Berliner trotz der überraschenden Niederlage im November in Vechta erneut als erster Verfolger.

Der BBL-Klassiker im vollbesetzten Audi Dome beginnt am Sonntag (16.12.) um 15 Uhr. „Telekom Sport“ und „FC Bayern.tv live“ – beide diesmal frei für alle zugänglich – und auch Sport1 übertragen live. Das nächste Heimspiel haben die Bayern dann kommenden Freitagabend (21.12., 20 Uhr) gegen EuroLeague-Champion Real Madrid.

Die Aufgabe an diesem Sonntag ist in jeder Hinsicht schwierig für die Münchner: Denn während die Gäste aus Berlin ihren internationalen EuroCup-Auftritt im polnischen Gdynia (76:64) bereits am Dienstagabend hinter sich brachten und sich danach auf das Gipfeltreffen vorbereiteten, war der FCBB am Freitag noch in der EuroLeague gegen Kaunas gefordert und kämpfte den Final Four-Teilnehmer in einem hochklassigen Krimi nieder (88:84). Nur 40 Stunden nach Spielende will Alba also den arg beanspruchten Bayern (acht Spiele in 17 Tagen) die erste Niederlage zufügen – und sich der FCBB zu gern ein Polster an der Tabellenspitze erarbeiten.

Alex Kings Einsatz offen

Nachdem Alba in den zurückliegenden Wochen einiges Verletzungspech mit bemerkenswerter Konstanz und viel Spielzeit für Talente wie Jonas Mattissek, 18, und (den zuletzt angeschlagenen) Franz Wagner, 17, überstand, müssen die Bayern in den kommenden Wochen in Devin Booker (Sprunggelenk) einen weiteren Big Man neben Milan Macvan (Kreuzband) ersetzen. Ob der zuletzt erkrankte Routinier Alex King wieder an Bord ist, entscheidet sich kurzfristig.

Auch in dieser Saison setzt Berlins Trainer Aito auf schnelles Offensivspiel mit derzeit rund 94 Punkten pro Spiel, dem Topwert in der BBL. Etwas gesunken ist im Vergleich zum Vorjahr die immer noch gute Dreier-Quote (38,7 Prozent); dafür befinden sich auf den größeren Positionen der neue Forward Rokas Giedraitis (14,6 PpS), Luke Sikma (12,6), Kapitän Niels Giffey (11,8) und Zugang Johannes Thiemann (8,9 PpS) in starker Form. Zudem haben die ambitionierten Gäste soeben im kamerunischen Nationalcenter Landry Nnoko einen siebten internationalen Spieler verpflichtet, der sein Debüt geben soll.

 

FOTO-CREDIT: Ulf Duda

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