Zwei Knüller in 42 Stunden

Auf Kaunas folgt Alba Berlin

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Sie waren DIE sportliche Sensation der vergangenen EuroLeague-Saison: Der litauische Serienmeister Zalgiris Kaunas um Trainer und Volksheld Sarunas Jasikevicius schaffte im Frühjahr überraschend den Sprung ins Final Four-Turnier der Königsklasse und düpierte damit einige der finanziell deutlich besser gestellten Großklubs. Die reguläre Saison hatte der Stolz der Basketballnation Litauen als Sechster (18:12) abgeschlossen, ehe im Playoff-Viertelfinale Olympiakos Piräus ausgeschaltet werden konnte. Damit nahm Zalgiris erstmals seit dem bisher einzigen Titelgewinn 1999 am Final Four teil, wo man schließlich das Spiel um Platz drei gegen ZSKA Moskau gewann.

„Zalgiris hat letztes Jahr exzellent gespielt und diese Saison machen sie damit weiter, obwohl einige neue Spieler dabei sind“, sagt Bayern-Coach Dejan Radonjic vor dem Heimspiel gegen Zalgiris am zwölften Spieltag der EuroLeague an diesem Freitagabend (14.12., 20.30 Uhr). Sein Team steht mal wieder vor einer echten Herausforderung: Denn rund 40 Stunden nach Spielende geht es für den Deutschen Meister schon in der Liga weiter – mit dem Gipfeltreffen des Tabellenführers gegen Verfolger und Vizemeister Alba Berlin. Das Gipfeltreffen wird am Sonntag (16.12.) um 15 Uhr angeworfen. Für dieses Spiel ist nur noch ein kleines Restkontingent an Karten verfügbar.

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Die Bayern stellen sich dem Pensum (das nächste Woche übrigens lautet: Mittwoch Mailand, Freitag Madrid, Sonntag erneut Alba) fokussiert, Kapitän Danilo Barthel sagt: „Es wäre falsch, in diesem heftigen Monat schon voreilig an das übernächste Spiel zu denken. Wir werden uns nur auf die nächste Aufgabe konzentrieren. Wenn wir es so angehen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir das Beste draus machen.“

Litauen: Wo Basketball eine Religion ist

Erst also Zalgiris, das wie der FCBB aktuell mit fünf Siegen zu Buche steht. „Interessant ist, dass sie auswärts besser spielen, denn sie haben bei Efes, Panathinaikos und in Podgorica gewonnen, bei ZSKA erst nach Verlängerung verloren. Zuletzt haben sie zuhause Olympiakos besiegt und gezeigt, dass sie in guter Form sind“, analysiert Radonjic. „Wir müssen ready gegen ihre starke und harte Defense sein.“ Beim jüngsten 83:75 über Piräus hatte man den Griechen nach der Pause nur noch 27 Punkte gestattet.

Gegründet 1944, feierte Zalgiris Kaunas zur Zeit der früheren Sowjetunion bereits fünf Meisterschaften, die letzten drei von 1985 bis 1987, angeführt von der späteren NBA-Legende Arvydas Sabonis. Seit der Unabhängigkeit Litauens liefert man sich in erster Linie ein nationales Duell mit dem Hauptstadtklub Rytas Vilnius, das nun seit 2011 ununterbrochen an Kaunas geht.

Mit der Übernahme durch den einstigen Point Guard und EuroLeague-Star Jasikevicius (vier Titel, Finals-MVP 2005) sind die grenzenlose Begeisterung und der Aufschwung endgültig zurück in Kaunas, deren „Zalgirios Arena“ (14.500 Zuschauer) stets vollbesetzt ist.

„Zalgiris ist das Synonym für Basketball in Litauen“, sagt FCBB-Cotrainer Oliver Kostic, der zu Beginn dieses Jahrzehnts zwei Jahre in gleicher Rolle in Kaunas arbeitete und eine weitere Saison als Cheftrainer der Reserve. „Basketball ist in Litauen die Sportart Nummer eins und so etwas wie eine Religion, der Sport hat dort eine große Tradition.“

Das Team von Zalgiris hat diesen Sommer für seine Verhältnisse kräftig investiert und auch einen Kern des Erfolgsteams zusammengehalten. Geblieben ist US-Center Brandon Davies, der seinen Punkteschnitt auf 15,4 geschraubt hat. Auf der Guard-Position ersetzt Nate Wolters (14,3 PpS, 5,6 ApS) – einst Spieler von Dejan Rodonjic bei Roter Stern Belgrad – erfolgreich Kevin Pangos (FC Barcelona). Ein Energizer ist weiterhin Forward Aaron White (9,5 PpS), der einstige Bonner kennt die Atmosphäre im Audi Dome bereits ebenso wie der letztjährige Berliner Profi Marius Grigonis (7 PpS) und Thomas Walkup (Ludwigsburg/4,1 PpS).

In der heimischen LKL wurde am Sonntag das Derby gegen Rytas souverän 95:86 (41:38) gewonnen, Zalgiris ist natürlich Tabellenführer. Topscorer war Nationalspieler Edgaras Ulanovas (15) vor Grigonis (14) und Davies (14). Es fehlte, wie schon in den letzten Wochen, Kapitän Paulius Jankunas, dessen Comeback in München aber nicht ausgeschlossen zu sein scheint.

Die Bayern wiederum müssen bekanntermaßen in der nächsten Zeit den Ausfall eines zweiten Big Man nach Milan Macvan (Kreuzband) kompensieren, nachdem sich Devin Booker verletzt hat. „Ein Handicap“, sagt Radonjic, „eine Schwächung“, meint Barthel, „aber nichtsdestotrotz haben wir andere Spieler, die jetzt aufrücken, einen Schritt nach vorn machen und eben ein paar Minuten mehr bekommen werden. Fazit Radonjic: „Alle müssen und werden sich jetzt noch etwas steigern, um Book zu ersetzen.“

Dieses und die kommenden FC Bayern Basketball Spiele bis einschließlich 21. Dezember werden LIVE und kostenlos abrufbar auf FC Bayern.tv übertragen.
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