Vor Real und Alba

Die Bayern wollen in Mailand überraschen

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Und anschnallen, bitte: Die Bayern-Basketballer nähern sich mit einem höllischen Programm den Festtagen, besinnlich wird es dabei für sie eher weniger angesichts von sechs Spielen in zwölf Tagen, eines schwerer als das andere. Zunächst tritt der Deutsche Meister am 13. Spieltag der EuroLeague beim italienischen Titelträger Armani Olimpia Mailand an, Beginn ist am Mittwochabend im 12.700 Zuschauer fassenden „Mediolanum Forum“ um 20.45 Uhr.

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Die Partie ist – diesmal frei auch ohne Abo – auf Telekom Sport und FC.Bayern.tv live (Entertain TV) zu sehen. 

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Im Zwei-Tages-Rhythmus folgen dann für den FCBB zwei nicht minder schwere Heimspiele: Am Freitag (21.12., 20 Uhr) präsentiert sich EuroLeague-Champion Real Madrid im Audi Dome, und keine 48 Stunden später, am Sonntag (18 Uhr), kommt es dann zum nächsten Aufeinandertreffen mit Alba Berlin, diesmal im Pokal-Viertelfinale.

Doch Vorfreude etwa auf das nahende Gastspiel der „Königlichen“ können sich zumindest die Bayern nicht leisten angesichts der vorgelagerten Aufgabe in Mailand. „Wenn du EuroLeague spielen willst, musst du auch bereit sein für so einen Spielplan“, sagt FCBB-Coach Dejan Radonjic, der „keine Ausreden“ akzeptieren mag. „Wir müssen uns einfach immer noch auf das nächste Spiel konzentrieren.“

Nach zwei Heimsiegen hat Radonjics Team ein ausgeglichenes Konto (6:6), wie auch drei andere Mannschaften – darunter Milano. Nach einem furiosen Start handelte sich der dreimalige EuroLeague-Sieger (1966, ‘87, ‘88) zuletzt vier Niederlagen in Serie ein, auch aufgrund mehrerer Verletzungen. So fehlte der serbische Offensivguard Nemanja Nedovic einige Wochen – beim 107:106-Sieg am Wochenende in Sassari feierte er jedoch sein Comeback für den unbesiegten Tabellenführer der Serie A.

„Sie haben einen exzellenten Kader, der diesmal für große Ziele erstellt wurde“, findet Trainer Radonjic. Groß ist der Respekt vor Spielmacher Mike James, mit 20,5 Punkten pro Spiel einer der besten Schützen im Wettbewerb, „er spielt bisher herausragend“. Der Europa-erfahrene Amerikaner kam im Sommer aus der NBA (Phoenix, New Orleans). Forward Vladimir Micov, einst Radonjic-Schüler bei Podgorica (14,5 PpS) und Center Arturas Gutaitis (12,6 PpS/7,4 RpS) sind ebenfalls schwer zu halten.

Mit 12,5 Offensiv-Rebounds liegt Mailand in dieser Kategorie auf Rang zwei – eine Disziplin, die den Bayern schon beim 83:81-Triumph im BBL-Gipfel über Berlin schwerfiel. FCBB-Guard Petteri Koponen sagt: „Beim Rebound müssen wir uns verbessern, wir müssen einfach besser ausboxen. Mailand hat ein sehr talentiertes Team. Wir müssen uns jetzt nur auf diese nächste Aufgabe konzentrieren, denn wir wollen versuchen, in Mailand mit einem Sieg zu überraschen.“

Fehlen wird den Bayern neben dem früheren Mailand-Profi Milan Macvan (Kreuzband) und Devin Booker (Sprunggelenk) erneut auch der noch angeschlagene Alex King sowie Braydon Hobbs (beide Infekt). Laut Randonjic ist der gegen Berlin nicht eingesetzte King wieder für Real und Berlin eingeplant. Für Hobbs ist FCBB-Talent Nelson Weidemann am Dienstag mit nach Mailand gereist, der Youngster hatte die junge ProB-Mannschaft am Wochenende mit 28 Punkten zum Heimsieg über das Ulmer Farmteam geführt.

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