WM-Kolumne mit Mathias Lessort

Frankreich dreht durch

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Die Basketball-Weltmeisterschaft in China (31.8 – 15.9./alle Spiele frei auf MagentaSport) nähert sich den finalen Höhepunkten. Während die deutschen FCBB-Nationalspieler Danilo Barthel, Maodo Lo und Paul Zipser (leider) wieder daheim sind und Vladimir Lucic mit den hochgewetteten Serben nach dem 94:89 (15 Punkte und vier Rebounds vom Vizekapitän) im Platzierungsspiel gegen die USA nun wenigstens um Rang fünf spielt – schwebt Bayern-Center Mathias Lessort auf Wolke sieben: Mit Frankreich schaffte er gegen die Amerikaner (89:79) die große Überraschung, im Halbfinale wartet nun am Freitag (14 Uhr) Serbien-Bezwinger Argentinien.

Hier meldet sich Mathias aus Peking:

 

Bonjour,

ich hoffe, dem Team geht es gut in Miami. Ich habe Bilder gesehen und bin ehrlich gesagt etwas neidisch.

Aber ich kann mich nicht beschweren. Das war natürlich ein großer Sieg für uns, nach dem Spiel ist mein Handy explodiert, so viele Glückwünsche habe ich bekommen, ich kann gar nicht alles beantworten. Das Spiel war irre aufregend, auf dem Feld und auch auf der Bank, und in Frankreich ist jetzt richtig etwas los; immer mehr schauen jetzt unsere Spiele und gegen Argentinien werden sicherlich alle zuschauen.

Wir hatten keine Angst vor den Amerikanern, wir waren sehr gut vorbereitet und wussten, dass wir sie schlagen können. Sie spielen einfach viel Eins-gegen-Eins und ich denke, dass war gut für uns, weil wir sehr athletisch sind und sie gut verteidigt haben. Wir spielen dagegen mehr im System, als Team. Der Teambasketball hat gewonnen.

Das war sicher das wichtigste Spiel meiner Karriere, aber mein wichtigstes kommt jetzt, es ist das nächste. Wir haben jetzt noch zwei Spiele vor uns, und schon nach dem Sieg gegen die USA, als wir natürlich in der Kabine richtig gefeiert haben, sind wir dann doch wieder schnell ruhig geworden. Wir können noch zwei Siege holen bis zum großen Ziel, das wir haben.

Ich werde dabei wieder ready sein für die Minuten, in denen ich reinkomme, als Center oder zuletzt öfter auch mal als Power Forward. Gegen Argentinien wird es sehr schwer, sie spielen hart und haben Serbien überrascht. Du darfst jetzt nicht durchdrehen und musst konzentriert bleiben.   

Ich hoffe, Ihr drückt uns die Daumen,

und dann sehen uns ja schon bald in München,

viele Grüße,

Euer Mathias

 

 

(Foto: FIBA)

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