Nach dem Rausch gegen Real

Die Bayern kämpfen bei Baskonia um den ersten Auswärtssieg

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Viel Zeit blieb nicht am Ende eines denkwürdigen Abends, die Glückwünsche entgegenzunehmen oder in der Vip-Lounge des ausverkauften Audi Dome den Überraschungscoup gegen Real Madrid (95:86) Revue passieren zu lassen. Schon am nächsten Morgen fuhr ja bereits pünktlich um 9.15 Uhr der Bus wieder ab zum Flughafen München, über Bilbao ging es für die Basketballer des FC Bayern weiter nach Vítoria-Gasteiz ins spanische Baskenland. Der stolze Traditionsklub Baskonia, etabliertes A-Lizenz-Mitglied der EuroLeague, empfängt den Deutschen Meister am Freitagabend (21 Uhr/MagentaSport live) zum sechsten Spieltag der Königsklasse. Für den FCBB ist es das erste von drei EuroLeague-Auswärtsspielen in Serie.

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Die Bayern (3:2 Siege) würden den nicht eingeplanten Heimsieg gegen Reals Starensemble mit einem weiteren Erfolg erst richtig veredeln; die heimstarken Gastgeber (2:3) wiederum sind darauf aus, mit den Münchnern gleichzuziehen. Im Vorjahr verloren die Bayern auswärts 68:76, daheim hatten sie 77:71 gewonnen. Baskonia hat bereits vier Auswärtsspiele absolviert und nur das siegreiche Duell mit Olympiakos Piräus (82:66) daheim.   

„Wollen alles versuchen, auch dort zu bestehen“

Vítoria habe „einen Tag mehr Zeit, sich vorzubereiten und wir müssen schauen, wer bei uns dabei ist“, konstatierte Coach Dejan Radonjic nach dem hochklassigen Schlagabtausch mit Real. „Trotzdem wollen wir alles versuchen, auch dort zu bestehen. Mit so einer engagierten Teamleistung haben wir auch dort eine Chance. Bei Baskonia ist es jedoch nie leicht zu spielen, deshalb ist ein Fokus von Beginn an wie gegen Real nötig. Es ist die erste Doppelspielwoche der Saison und der Gegner verfügt gerade hier über viel Erfahrung, aber wir müssen und wollen uns den Gegebenheiten anpassen.“

Vor allem das Energielevel gilt es vor der einwöchigen Spielpause wieder hochzufahren. Gegen Real glückte das im Kollektiv (Feldquote 58 Prozent, 23 Assists, nur zwölf Turnovers) über 40 Minuten gesehen überragend: Maodo Lo führte das Team über fast 30 Minuten Einsatzzeit (10 Punkte, 7 Assists), gut entlastet von DeMarcus Nelson (8); Vladimir Lucic (8/6 Rebounds) rieb sich sogar mehr als 32 Minuten auf, das Pick-and-roll über Topscorer Greg Monroe (18) und den an beiden Enden glänzenden Leon Radosevic (10) produzierte verlässlich; Danilo Barthel (17) traf einen wichtigen Dreier aus der Ecke und holte den Offensivrebound zur späten Entscheidung; Petteri Koponen verblüffte abermals mit seiner Effizienz (15/4 Assists in 16 Minuten); Paul Zipser (9) hatte mit 17 den höchsten +/-Wert; Alex King gab ebenfalls 14 Minuten von der Bank. Zusammen ließ man sich nicht irritieren, dass der zehnmalige EuroLeague-Gewinner zweimal nach zweistelligem Rückstand zurückkam.

Nihad Djedovics Einsatz ungewiss     

Bei den Bayern droht allerdings neben TJ Bray sowie den hoffentlich im November zurückkehrenden Josh Huestis und Mathias Lessort auch Nihad Djedovic auszufallen. Dem Starting Five-Guard bereitete eine Reizung im Knie Probleme, so dass Radonjic gegen Madrid in der zweiten Hälfe auf ihn verzichtete. Nach einer Untersuchung am frühen Donnerstagmorgen trat er aber zumindest die Reise mit an.

Kopf auf der anderen Seite ist weiterhin Tornike Shengelia. Der Center, MVP des vierten Spieltags, liegt auch beim Scoring wieder vorn (18,2 PpS), vor US-Guard Pierria Henry (10,0) und dem italienischen Spielmacher Luca Vildoza (8,4/4 ApS). Der kanadische Guard Nik Stauskas ist nach fünf Jahren in der NBA (Pick Nr. 8 2014, 335 Spiele) neu in Vítoria und kam nach einer Verletzung in den letzten drei Spielen zum Einsatz (6,0 PpS). Die beiden Erfolge holte Baskonia in Kaunas (70:58) und beim einzigen Heimspiel gegen Olympiakos; eine Enttäuschung war dagegen das 63:66 am Dienstag in Villeurbanne.

„Dass wir bei Baskonia 40 Minuten konzentriert sein müssen, wissen wir noch aus dem vergangenen Jahr“, sagt Co-Kapitän Vladimir Lucic. „Wir wollen versuchen, alle Kraftreserven zu mobilisieren gegen ein konstant auf hohem Niveau performendes Team. Wir wissen, wie schwer es in der EuroLeague ist, auswärts zu gewinnen. Aber wenn wir wieder von Beginn an als Mannschaft unseren Rhythmus finden, werden wir unsere Möglichkeiten bekommen.“

Die nächsten EuroLeague-Heimspiele bestreitet der Deutsche Meister übrigens gegen die griechischen Top-Teams Olympiakos Piraeus und Panathinaikos Athen. 

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