Alles oder nichts im Rückspiel

Die Bayern kämpfen mit knappem Rückstand gegen Ludwigsburg um das Playoff-Halbfinale

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Viel Zeit hat die Mannschaft von Trainer Oliver Kostic nicht, das knappe 83:87 aus „Halbzeit eins“ gegen Ludwigsburg aufzuarbeiten: Nur 42 Stunden liegen zwischen Spielende und dem Anwurf des zweiten, alles entscheiden Playoff-Duells um den angestrebten Halbfinal-Einzug beim BBL Final-Turnier im Münchner Audi Dome. Nach der sehr kämpferischen Leistung im ersten Spiel wollen die Bayern wieder alles dafür tun, die vier Punkte Differenz zu tilgen. Ein Sieg mit mindestens fünf Zählern brächte sie weiter. Spielbeginn ist am Freitag (19.6.) um 16.30 Uhr, MagentaSport überträgt exklusiv.  Der Spieltag wird präsentiert von tipico.

Positive Playoff-Bilanz der Münchner gegen die Riesen

Die Bayern befinden sich zum dritten Mal in der Post-Season in einem engen Duell mit Ludwigsburg: Eine Do-or-Die-Begegnung erlebten sie zuletzt im entscheidenden fünften Spiel des Playoff-Viertelfinals 2016. Damals führten die Schwaben nach dem ersten Viertel ebenfalls mit vier Punkten, in den letzten 30 Minuten drehte der FCBB dann die Partie noch zum 87:76 und einem 3:2-Endstand. Auch auf dem Weg zum Titel 2014 stand man sich im Viertelfinale gegenüber, die Bayern gingen mit einem 3:1 weiter.

Um zu wissen, wo sie ansetzen müssen, benötigen die Bayern keinen Statistikzettel. „Es ist offensichtlich, dass die Offensivrebounds des Gegners und unsere Ballverluste der Schlüssel sind“, sagt Routinier Petteri Koponen. „Speziell gegen ein athletisches Team wie Ludwigsburg ist es schwer, wenn du ihnen mehr als 30 zusätzliche Ballbesitze gibst. Aber wir haben die Qualität, das besser zu machen, wir müssen jetzt hart spielen und zusammenbleiben. Es ist weiter alles möglich.“ Kollege TJ Bray sagt: „Wir müssen ihre Physis matchen. Wir 13 Jungs stehen weiter ganz eng zusammen, alle kämpfen füreinander und haben hier viel miteinander geredet. Bei diesem Turnier werden allerdings viele weite Dreier geworfen, es gibt viel mehr dieser langen, verrückten Abpraller, darauf müssen wir uns besser einstellen und gut ausboxen. Aber unsere Leistung war insgesamt gut, der Trend geht in die richtige Richtung – hoffentlich nutzen wir die wenige Zeit.“

„Wir 13 Jungs stehen eng zusammen“

Elf Punkte hatte der Vorsprung der Bayern ja noch 16 Minuten vor Spielende in Parte eins betragen (50:39). Doch im letzten Viertel folgten noch sieben der insgesamt 17 Ballverluste, 50:50-Bälle landeten eher bei Ludwigsburg; allein Marcos Knight, einer der athletischen Guards der MHP Riesen, schnappte sich trotz nur 1,88 Metern Größe elf Rebounds.

„Wir wissen, warum wir verloren haben“, sagt Trainer Oliver Kostic. „Wenn wir erneut diese Energie aufbringen, wieder so stark fighten und in kritischen Phasen zwei, drei Mal besser reagieren, werden wir alle Chancen haben.“

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Die Werte bei Rebounds und Ballverlusten führten dazu, dass die Bayern 56 Mal auf den Korb warfen, Ludwigsburg hatte dagegen 72 Optionen. Potential hat der Titelverteidiger auch in der Offense: Das klar wurfstärkste Team der zehn Final10-Teilnehmer nach der Vorrunde (48,9 Prozent Dreier, Feldquote 55,4 Prozent) traf diesmal nur sieben von 23 Dreiern (30,4 %) und insgesamt 48 Prozent aller Würfe.     

Der Gewinner der Best-of-two-Serie 2020 trifft im Halbfinale auf Ulm (101:61 im ersten Spiel gegen Frankfurt). Die Spiele finden am Sonntag (21. Juni, 15 Uhr) und Dienstag (23. Juni, 20.30 Uhr) statt.

 

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