Bayern im Viertelfinale

106:92-Pokalerfolg gegen Gießen

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Die Basketballer des FC Bayern München haben das erste Do-or-die-Spiel im BBL-Pokal gegen die Giessen 46ers dank einer überragenden Leistung in der ersten Halbzeit 106:92 (60:33) deutlich gewonnen. Vor 3.890 Zuschauern im Audi Dome präsentierten sich die Bayern vor allem in den ersten 20 Minuten bis zur Pause extrem fokussiert und konnten es sich leisten, später einen Gang herunterzuschalten. Alle Münchner erhielten Einsatzzeit, Kapitän Danilo Barthel war mit 17 Punkten der erfolgreichste Werfer. Das Viertelfinale wird am kommenden Freitag (12.10.) ausgelost und am 22./23. Dezember ausgespielt.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 28:17, 32:16, 22:27, 24:32.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Danilo Barthel (17 Punkte/3 Dreier), Vladimir Lucic (16/6 Rebounds), Nemanja Dangubic (13), Braydon Hobbs (12), Petteri Koponen (11), Maodo Lo (10), Devin Booker (9/9 Reb), Leon Radosevic (8), Stefan Jovic (8/6 Reb), Marvin Ogunsipe (2), Alex King und Robin Amaize.

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Cheftrainer des FCBB: „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, denn es ist ein Cup-Wettbewerb, in dem es keine zweite Chance gibt. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt; in der zweiten Hälfte haben wir dann in der Defensive nicht mehr so gespielt, wie ich es erwarte. Gießen hat exzellente Shooter und eine starke Offensive. Wir müssen nun weiter hart arbeiten. Ich hoffe, dass alle Spieler trainieren können, damit wir über längere Phasen so spielen wie heute in der ersten Halbzeit. Nihad Djedovic geht es besser, er wird am Montag individuell trainieren; für Donnerstag glaube ich schon, dass er spielen kann. Derrick Williams braucht noch Zeit, bei ihm müssen wir schauen.“

Ingo Freyer, Chefcoach Gießen: „Glückwünsche an den Coach und den FC Bayern Basketball. Wir haben in der ersten Halbzeit leider zu ehrfürchtig gespielt. Du kommst hier nach München, in eine große Halle, der Gegner spielt EuroLeague und das wissen meine Spieler alle. Wir können aber auch so spielen wie in der zweiten Halbzeit, mit sehr viel Selbstvertrauen und mit unserem Spiel. Das konnten wir in der ersten Halbzeit leider nicht umsetzen, deswegen lagen wir so hoch hinten. Umso erfreulicher, dass wir es dann vor allen Dingen uns gezeigt haben, das es geht. Und es ist nicht so, dass München einen Gang zurückgeschaltet hat. Wir hatten das vermeidlich schwerste Los in der ganzen Liga.“

1. Viertel

Der Pokal-Titelverteidiger startete mit Stefan Jovic, Vladimir Lucic, Petteri Koponen, Danilo Barthel und Devin Booker in die Partie. Nach einem schnellen Treffer der Gießener legten die Bayern los wie die Feuerwehr: Aus einer knackigen Verteidigung heraus wurde flott und clever nach vorne gespielt, dies hatte einen 10:0-Lauf zur Folge (10:2/3. Spielminute). Im Anschluss klappte bei den Roten nicht mehr alles wie am Schnürchen, und die Gäste kamen auf 11:8 heran (6.), ehe die Hausherren wieder aufdrehten und sich erstmals zweistellig absetzten (23:12/8.). Die Bayern präsentierten sich zur Freude der Fans fokussiert und entschlossen und führten nach zehn Minuten 28:17.

2. Viertel

Den Auftakt des zweiten Durchgangs gestalteten die Bayern spektakulär: Einen Fehlwurf von Vladimir Lucic verwertete Leon Radosevic geistesgegenwärtig mit einem krachenden Tipp-Dunk. Der finnische Nationalspieler Petteri Koponen demonstrierte seine außergewöhnliche Variabilität und Treffsicherheit mit sechs Punkten in Folge zur 36:19-Führung (13.). Mit diesem schon komfortabel zu nennenden Vorsprung im Rücken agierten die Münchner geduldig und konzentriert, ein erfolgreicher Drei-Punkte-Wurf von Kapitän Danilo Barthel brachte die Führung mit über 20 Punkten (44:22/14.). Angesichts der klaren Verhältnisse plätscherte die Partie dann etwas ruhiger vor sich hin - den Fans des FCBB wars recht, denn München hatte die 46ers jederzeit im Griff und führte zur Halbzeit sehr deutlich mit 60:33.

3. Viertel

Der Double-Gewinner hielt die Gießener über weite Strecken des dritten Spielabschnittes souverän in Schach und den Vorsprung mit an die 30 Punkten stets im komfortablen Bereich. Doch das auf blitzschnelle Korberfolge bedachte Team von Gäste-Coach Ingo Freyer gab nicht klein bei, verwandelte innerhalb der Spielminuten 29 und 30 vier Dreier und kam auf 60:82 heran.

4. Viertel

Mit einem Dreier von Braydon Hobbs und fünf Punkten in Serie von Leon Radosevic starteten die Münchner entschlossen ins letzte Viertel und behaupteten die deutliche Führung (90:66/32.). Vladimir Lucic wurde beim Dreier gefoult und verwandelte nervenstark alle drei Freiwürfe, bei seinem folgenden Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie ließen ihn die Gießener gewähren, prompt traf der Forward zum 98:77 (36.). Während der letzten Minuten verließ das Wurfglück die Münchner allerdings recht kategorisch, und so bekamen die nun wurfstarken 46ers die Gelegenheit für Ergebniskorrektur. Ein 9:0-Lauf der Hessen änderte aber nichts am klaren und zu keiner Zeit gefährdeten Pokalerfolg des Titelverteidigers.

 

Das Pokal-Achtelfinale:

Frankfurt – Ulm 78:74

Göttingen – Ludwigsburg 72:67

Bremerhaven – Bonn 69:89

Bamberg – Würzburg 92:74

FCBB – Giessen 106:92

Berlin – Bayreuth 88:68

Oldenburg – Jena 91:94

Braunschweig – Weißenfels 83:75

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