78:79 bei Olimpia Mailand

Die Bayern verspielen eine klare Führung

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Die Basketballer des FC Bayern München haben am 22. Spieltag der EuroLeague unglücklich mit 78:79 (45:38) Punkten bei Olimpia Mailand verloren. Dabei lag der Deutsche Meister nach konzentrierten 25 Minuten mit 20 Zählern vorn (60:40), ehe man im letzten Viertel (12:26) endgültig den Faden verlor, in der Schlussminute in Rückstand geriet und an der Freiwurflinie sowie durch ein letztes verlorenes Rebound-Duell die schmerzhafte Niederlage kassierte.

Die Bayern bleiben bei sieben Siegen stehen und müssen sich schnell aufrichten: Am Sonntagnachmittag (2.2, 15 Uhr) empfangen die Münchner in der BBL die Würzburger zum bayerisch-fränkischen BBL-Derby. In der EuroLeague hat der FCBB am kommenden Dienstag (4.2, 20.45 Uhr) bei Asvel Villeurbanne die nächste Siegchance.

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Mailand – FC Bayern München 79:78 (38:45)

  • Topscorer Mailand

    Vladimir Micov (16 Punkte)


  • FC Bayern München

    Danilo Barthel (18 Punkte / 5 Rebounds), Nihad Djedovic (12), Greg Monroe (10, 6 Assists), Alex King (9 / 3/3 Dreier), Paul Zipser (9 / 6 Rebounds), Maodo Lo (6), TJ Bray (5), Zan-Mark Sisko (5), Josh Huestis (2), Mathias Lessort (2 / 5 Rebounds), Petteri Koponen (2 Rebounds) und Diego Flaccadori


  • Schiedsrichter

    Matej Boltauzer (SVN), Olegs Latisevs (LVA), Sinan Isguder (TUR)


  • Zuschauer

    8.303

Die Punkteverteilung nach Vierteln aus Sicht des FCBB: 26:21, 19:17, 21:15, 12:26.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 58,8% (FCBB) // 57,1% (Mailand); Dreier-Quote: 31,8% // 37,9%; Rebounds: 28 // 23; Assists: 19 // 21; Ballverluste: 13 // 11. – Es fehlten: Vladimir Lucic (Fuß, Knie) und Leon Radosevic.

Die Stimmen zum Spiel:

Oliver Kostic, Chefcoach München: „Mailand hat den Sieg in den letzten Momenten geholt, aber Basketball wird eben über 40 Minuten gespielt und mit vielen kleinen Details; diese Details haben heute über den Sieg entschieden. Wir haben im letzten Viertel sechs Freiwürfe vergeben, das tut speziell auswärts weh. Und wir haben zudem dem Gegner mit Ballverlusten die Chance gegeben, das Spiel noch zu gewinnen. Ich bin aber stolz auf mein Team, wie wir heute lange Zeit gespielt haben. Wir müssen für die Zukunft aus dieser Niederlage lernen. Dann wird der Sieg, den wir heute verpasst haben, zu uns kommen.“

Danilo Barthel: „Das ist eine harte Niederlage. Wir haben lange sehr gut gespielt, aber dann im dritten Viertel aufgehört, Basketball zu spielen. Wir haben das Spiel kontrolliert, doch In der EuroLeague reichen fünf schlechte Minuten, dass du so ein Spiel noch verlieren kannst.“

Greg Monroe: „Das ist eine harte Niederlage. Wir hatten den richtigen Game-Plan, aber unsere Fehler haben Mailand und das Publikum zurück ins Spiel gebracht.“   

1. Viertel

Der FCBB begann mit Maodo Lo, Nihad Djedovic, Paul Zipser, Danilo Barthel und Greg Monroe. Die Bayern fanden gut in die Partie und hielten stets Schritt mit den favorisierten Gastgebern, besonders Barthel erwischte einen guten Start: Die ersten fünf Bayern-Punkte gingen auf das Konto des Kapitäns, mit einem erfolgreichen And One brachte er die Münchner erstmals in Führung (5:3/3. Spielminute). Die Gäste gaben im nächsten Angriff der Mailänder nach einem erfolgreichen Dreier von Mailand-Topstar Sergio Rodriguez die Führung zunächst letztmals aus der Hand. Djedovic, Zipser von außen und erneut Barthel sorgten mit einem 7:0-Lauf für einen fünf-Punkte-Vorsprung (12:6/5.). Die Bayern hielten die Konzentration hoch und nahmen mit der von Coach Oliver Kostic gewünschten starken Transition-Defense den Italienern ihren offensiven Rhythmus – und selbst im schnellen Spiel nach vorne zu einfachen Punkten. Nach überzeugenden zehn Minuten führten die Bayern verdient mit 26:21 Punkten. Einzig die vier zugelassenen offensiven Bretter verhinderten eine noch deutlichere Führung.

2. Viertel

Im zweiten Abschnitt konnten die Bayern durch den zweiten und dritten erfolgreichen Dreier von Alex King (3/3 Dreier) die Führung weiter ausbauen (32:23/13.). Auf Kapitän Barthel war in seiner bisher besten Saisonleistung weiter verlass. Mitte des zweiten Abschnitts war er der erste Akteur, der zweistellige scorte (36:27/15.). Erneut der Kapitän und Djedovic brachten die FCBB-Führung erstmals in den zweistelligen Bereich (40:30/17.). Vor der Pause kassierten die Gäste noch einen 6:2-Lauf, der ihnen noch die zweistellige Führung vor dem Seitenwechsel kostete – dennoch ein starkes 45:38 zur Halbzeit. Positiv hervorzuheben sind auch die sechs offensiven Bretter, welche den Münchnern in den ersten beiden Vierteln gelangen.

3. Viertel

Unbeeindruckt vom guten Lauf der Mailänder vor der Pause zeigten sich die Bayern nach dem Seitenwechsel erneut hochkonzentriert und selbstbewusst. Angeführt von Monroe, der nicht nur selbst scorte, sondern auch den Ball verteilte, starteten die Gäste einen 15:2-Lauf zwischen der 21. und 25. Spielminute und zogen so bis auf 20 Punkte davon (60:40/25.). Nach der fälligen Auszeit der Mailänder verlor der Deutsche Meister etwas seinen Rhythmus und kassierte selbst einen 3:12-Lauf (63:52). Die letzten Punkte vor dem Schlussviertel mussten sich die Bayern gegen immer aggressiver verteidigende Gastgeber durch Zan Mark Sisko und Barthel an der Linie erarbeiten – 66:53  vor dem Schlussabschnitt.

4. Viertel

Mit der Unterstützung des Publikums kämpften sich die Gastgeber Minute für Minute weiter ran, die Bayern fanden kaum einen Weg die aufdrehenden Italiener zu bremsen. Djedovic übernahm in dieser schwierigen Phase Verantwortung und zeigte sich allein verantwortlich für die ersten sechs Punkte im Schlussviertel (72:68/37.). Es reichte jedoch nicht, sein Team in der Offensive mitzureißen. Mehrere Bälle gingen verloren und mit einem spektakulären Alley-Oop-Dunk nach Fastbreak durch Rodriguez und Kaleb Tarczewski eroberten sich die Gastgeber 30 Sekunden vor dem Ende das erste Mal seit der dritten Minute die Führung zurück (75:76/40.) - zuvor hatte Barthel einen starken Offensivrebound wieder per Fehlpass abgegeben. Sekunden später bestand für Zipser die Möglichkeit, das Ergebnis an der Freiwurflinie erneut zu drehen, vergab aber einen Versuch: 76:76. Die Bayern entschieden sich in Person von Djedovic, sofort zu foulen und schickten Nedovic an die Linie, der beide Freiwürfe sicher verwandelte (76:78/40.). Danach ging erneut Zipser an die Linie, der diesmal bei noch neun verbleibenden Sekunden zweimal traf (78:78/40.). Bei noch verbleibenden sechs Sekunden foulte dann Djedovic entscheidend wie ungeplant: Nedovic traf den ersten Freiwurf, der zweite landete auf dem Ring. Die Mailänder griffen sich jedoch den spielentscheidenden Rebound, die Bayern waren geschlagen – 78:79.

 

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Foto-Credit: Cottini/Euroleague

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