63:93 in Belgrad

Die nächste klare Auswärtsniederlage in der EuroLeague

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Die Basketballer des FC Bayern München haben in der EuroLeague auch bei Roter Stern Belgrad eine klare Auswärtsniederlage hinnehmen müssen: 63:93 (31:53) verlor der Deutsche Meister nach einer enttäuschenden Leistung und verliert somit den Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Vor der gewaltigen Kulisse von fast 17.000 Zuschauern in der serbischen Hauptstadt startete der FCBB gut mit einer 9:4-Führung, ehe die Gastgeber ein 12:0 folgen ließen, wovon sich die Münchner nicht mehr erholten. Angesichts der zögerlichen Defense und der lange klaren Unterlegenheit der Bayern bei den Rebounds (am Ende 29:37) genügte dem Adria-Champion eine solide Leistung. Greg Monroe war mit 20 Punkten der Topscorer der Partie, Kapitän Danilo Barthel fehlte verletzt.

Am Sonntag müssen die Bayern in der BBL in Vechta (5.1., 15 Uhr) antreten.

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Die Punkteverteilung nach Vierteln (aus Sicht der Bayern): 13:25, 18:28, 15:18, 17:22.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 45% (FCBB) // 62% (Belgrad); Dreier-Quote: 19% // 40%; Freiwurf-Quote: 59% // 77%; Rebounds: 29 // 37; Assists: 13 // 21; Ballverluste: 10 // 11. – Es fehlten: TJ Bray (Aufbau nach Fuß-OP) und Danilo Barthel (Rückenprobleme).

Für den FC Bayern Basketball spielten: Greg Monroe (20 Punkte/5 Rebounds), Vladimir Lucic (11), Petteri Koponen (6), Maodo Lo (6), Paul Zipser (6/6 Reb), Diego Flaccadori (5), Leon Radosevic (5/6 Reb), Mathias Lessort (2), Joshua Huestis (2), Nihad Djedovic und DeMarcus Nelson.

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Chefcoach München: „Gratulation an Roter Stern, sie haben richtig gut gespielt. Bis auf die ersten Minuten haben sie das Geschehen auf dem Feld kontrolliert. Defensiv haben wir ein wirklich schwaches Bayern gesehen, schon in der ersten Halbzeit haben wir 53 Punkte zugelassen. Wir waren zu soft, Belgrad hat so alles tun können, um das Spiel klar zu gewinnen.“

Greg Monroe: „Wir müssen einfach besser spielen, da gibt es keine Ausrede. Wir müssen besser sein, bei allen Aspekten des Spiels. Wir sind heute nicht rausgegangen und haben gekämpft. Wir müssen einfach besser sein.“

1. Viertel

Radonjic startete gegen seinen ehemaligen Verein mit Maodo Lo, Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Josh Huestis und Greg Monroe. Letzterer fand erneut sehr gut ins Spiel und erzielte sechs Punkte in Folge - 6:0 für die Bayern (2. Spielminute). Doch schon bald nahmen auch die Serben Fahrt auf, holten dank ärgerlicher Ballverluste der Münchner auf und übernahmen in Spielminute fünf die Führung (9:10). Die Bayern mühten sich, hatten aber kein Wurfglück, und so baute Roter Stern angetrieben von der großartigen Kulisse den Lauf auf 12:0 aus - Auszeit FCBB (8.). Die Münchner hatten gute Möglichkeiten, aber die Kugel wollte den Weg in den Korb weiterhin nicht finden. Mathias Lessort war per Tipp-In erfolgreich, Paul Zipser fügte noch zwei Freiwürfe hinzu. Die Punkteausbeute im ersten Viertel blieb mager, nach zehn Minuten lagen die Münchner zweistellig zurück - 13:25.

2. Viertel

Belgrad traf weiterhin auffällig gut, die Bayern agierten sowohl offensiv als auch defensiv zu nachlässig und verloren den Anschluss (15:32/12.). Ein Koponen-Dreier tat den Roten aus München gut, aber ein ehemaliger Bayernspieler auf Seiten der Roten aus Belgrad, Vladimir Stimac, versenkte jeden Wurf (20:36/14.). Beim BBL-Tabellenführer lief nichts zusammen, der Adria-League-Champion setzte sich ab. (24:43/16.). Die Münchner kämpften vergeblich um Anschluss, hatten aber erhebliche Schwierigkeiten. Nach dem zweiten Viertel sahen sie sich mit einem ernüchternden 31:53-Rückstand konfrontiert.

3. Viertel

Die Verteidigung der Gastgeber blieb hart - der Rückstand blieb hoch (36:59/24.). Zur Mitte des Viertels waren den Bayern lediglich sechs Punkte gelungen, Roter Stern setzte sich weiter ab (39:63/25.). Die Münchner versuchten es mit verzweifelten Einzelaktionen. Lucic war auf diese Weise zwei Mal erfolgreich, Diego Flaccadori fügte einen Dreier hinzu (44:65/29.). Zwei stark herausgespielte Drei-Punkte-Treffer der Serben ließ vage Hoffnungen verpuffen, eine schwache Trefferquote von der Freiwurflinie tat ihr Übriges - 46:71 nach Viertel Nummer drei.

4. Viertel

Der Coach nahm nach 80 Sekunden früh eine Auszeit - aber auch das half nicht mehr, der Rückstand wuchs wenige Augenblicke später auf 30 Punkte an (46:76/32.). Belgrad gelang viel, dem FCBB kaum etwas - eine Ausnahme war ein schöne Tipp-In von Josh Huestis (53:82/35.). Angesichts des aussichtslosen Rückstandes zerfiel die Verteidigung der Münchner, die Serben kamen zu relativ einfachen Korberfolgen und schraubten ihren Vorsprung in Richtung der 40 Punkte (53:89/36.). Zipser, Lucic und Monroe verkürzten auf 60:89 (38.). Das Aufbäumen kam zu spät.

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Foto-Credits: Stickel & Metlas

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