93:85 gegen Bonn

Die Bayern bauen ihre Tabellenführung wieder aus

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Die Basketballer des FC Bayern München haben sich für die Pokalniederlage gegen die Telekom Baskets erfolgreich revanchiert und das BBL-Duell mit den Rheinländern am Sonntagabend 93:85 (51:31) gewonnen. Damit baute der Deutsche Meister seine Tabellenführung aufgrund der Ludwigsburger Niederlage in Gießen wieder auf sechs Zähler aus.

Das Team von Coach Oliver Kostic zeigte nach der ersten BBL-Saisonniederlage in der Vorwoche zunächst eine gute Reaktion und führte Mitte des dritten Viertels vermeintlich komfortabel 63:39. Doch Bonn konterte gegen unkonzentrierte Gastgeber mit einem 19:0-Lauf und kam noch einmal bis auf 63:66 heran. Danach kam der FCBB aber nicht mehr in Gefahr, er glänzte in dieser Phase mit zehn Assists (insgesamt 28) und einem bärenstarken Greg Monroe (22 Punkte und 11 Rebounds). 19 Offensivrebounds der Gäste und 15 Münchner Ballverluste machten es den Bayern aber zu schwer.   

Nach der EuroLeague-Auswärtsaufgabe in Mailand (Fr., 31. Januar, 21.15 Uhr) steigt zwei Tage später das Derby gegen Würzburg im Audi Dome (So., 2. Februar, 15 Uhr).

 

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FC Bayern München - Telekom Baskets Bonn 93:85 (51:31)

  • FC Bayern München

    Greg Monroe (22 Punkte/11 Rebounds/6 Assists), Danilo Barthel (17/8 Reb), Paul Zipser (16), Nihad Djedovic (12/6 Ass), TJ Bray (6/6 Ass), Maodo Lo (6), Mathias Lessort (6), Alex King (3), Petteri Koponen (3), Josh Huestis (2), Diego Flaccadori und Jason George.


  • Topscorer Telekom Baskets Bonn

    Branden Frazier (21 Punkte/5 Dreier)


  • Schiedsrichter

    Robert Lottermoser, Johannes Hack und Konstantin Simonow


  • Zuschauer

    4.757


  • Besondere Vorkommnisse

    Jason George absolvierte seine ersten Bundesliga-Sekunden.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 26:7, 25:24, 11:25, 31:29.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 70% (FCBB) // 40% (Bonn); Dreier-Quote: 39% // 32%; Freiwurf-Quote: 75% // 82%; Rebounds: 39 // 39; Assists: 28 // 15; Ballverluste: 15 // 11. – Es fehlten: Vladimir Lucic (Fußverletzung), Zan Sisko (Adduktorenprobleme) und Leon Radosevic (Regeneration).

Die Stimmen zum Spiel:

Oliver Kostic, Chefcoach München: „Heute hat die Mannschaft zwei Gesichter gezeigt. Im ersten Viertel sah es so aus, wie wir Basketball spielen wollen: mit viel Physis und Energie, offensiv gute Entscheidungen. Wir hatten dann aber ein leeres drittes Viertel, schon am Ende der ersten Halbzeit hatten wir Probleme mit Rebounds und Ballverlusten. Wir haben im dritten Viertel die Kontrolle über die Offensive und unsere Defensivrebounds abgegeben und dem Gegner zu Selbstvertrauen verholfen. Bonn hat das bestmöglich zu einem 19-Punkte-Lauf genutzt. Sein hatten 19 Offensivrebounds, wir 15 Turnovers. Das müssen wir in Zukunft verbessern und das Tempo über das gesamte Spiel kontrollieren, dann wird der Spielverlauf für uns eine andere Richtung nehmen. Wir haben gewonnen, wir müssen die erwähnten Werte in der Zukunft verbessern.“

Thomas Päch, Chefcoach Bonn: „Das erste Viertel war schwer zu verdauen, Bayern kam mit sehr viel Intensität und Energie raus. Wir hatten Probleme, uns überhaupt einen vernünftigen Wurf zu  erarbeiten. Dann einem 7:26-Rückstand hinterherzulaufen, ist natürlich schwierig. Aber trotzdem hat meine Mannschaft viel Charakter und Mut gezeigt und dann sieben Minuten im zweiten Viertel und im letzten gut gespielt. Gerade die zweite Halbzeit war gut. Aber wir müssen verstehen, dass man vier Viertel auf gutem Niveau spielen muss.“

Greg Monroe: „Im dritten Viertel waren wir nicht fokussiert genug, die Bonner haben uns mit einem Run überrascht. Wir haben im vierten Viertel aber sehr gut als Team gearbeitet und den Ball geschickt und schnell bewegt. Dadurch haben wir die freien Spieler gefunden und einfache Würfe erhalten. Wir werden uns jetzt in jedem Training und in jedem Spiel besser verstehen und abstimmen, um besser und besser zu werden.“

1. Viertel

Maodo Lo, Nihad Djedovic, Paul Zipser, Danilo Barthel und Greg Monroe bildeten die Startformation von Coach Oliver Kostic. Beide Teams waren ein wenig im Sonntagsmodus und ließen es zunächst recht gemächlich angehen. Nach fünf gespielten Minuten lagen die Roten 12:4 in Führung. Die Münchner verteidigten gut, ein spektakulärer Block von Mathias Lessort sorgte für ein Raunen auf den Rängen. Vorne lief der Ball flott durch die Reihen, die Trefferquote passte: Koponen für Drei zum 20:4 (8. Spielminute). Lessort baute den Lauf der Bayern per Dunking auf 15:0 aus, der Bonner Coach Thomas Päch bat indes bereits zur zweiten Auszeit (22:4/8.). Oft kommt es nicht vor, dass ein Team schon im ersten Viertel mit 20 Punkten führt, ein Tipp-In von Lessort machte dies für die Fans erlebbar (24:4/9.). Nach dem ersten Viertel führten die Münchner 26:7.

2. Viertel

Die Baskets kamen mit deutlich mehr Biss aus der Viertelpause und erzielten sechs schnelle Punkte, Kapitän Barthel hielt mit fünf Zählern dagegen (30:13/13.). Die Bonner versuchten, die Bayern mit einer Pressverteidigung aus dem Rhythmus zu zwingen, und ansatzweise gelang dies auch. Da kam ein Dreier von Alex King zum 33:18 wie gerufen (15.). Bonn drückte dem Spiel nun mehr und mehr seinen Stempel auf und verkürzte auf 33:22 (15.). Erfolgreiche Distanzwürfe sind gegen eine Zonenverteidigung ein probates Mittel, nur wollten die Würfe der Bayern nicht so recht dorthin, wo sie hinsollten: in den Korb der Gäste (34:26/16.). Doch plötzlich brach der Bann, Zipser und Lo versenkten jeweils einen Dreier, sofort stellte Bonn wieder auf Manndeckung um (40:26/17.). Die Dreier-Serie wurde auf sechs Treffer am Stück ausgebaut: Djedovic und zwei Mal Zipser. Der 14:5-Zwischenspurt brachte den Vorsprung der Münchner wieder in den komfortablen Bereich - 51:31.

3. Viertel

München agierte gegen die Bonner Verteidigungsvariationen ausgesprochen clever und schnell, und auch in der Defensive waren die Kostic-Mannen auf Zack - der Vorsprung wuchs (60:36/24.). Die Fans bekamen so einiges geboten, zum Beispiel einen sehenswerten Alley-Oop-Treffer von Barthel (62:39/25.). Die Baskets zeigten aber Charakter und suchten ihr Heil in Dreiern - zwei Treffer später bat Kostic zur Auszeit (62:45/26.). Offensiv war der Wurm im Spiel des FCBB, die Fehlerquote war zu hoch. Die Baskets nutzten die Schwächephase des Favoriten geschickt aus - der freche 17:0-Lauf der Gäste sorgte für ungläubiges Staunen im Rund des Audi Domes. Die Münchner blieben viereinhalb Minuten ohne Korberfolg, die Führung war auf sechs Punkte geschrumpft - 62:56.

4. Viertel

Greg Monroe sorgte endlich wieder für Zählbares, aber die Bonner waren nun natürlich auf den Geschmack gekommen. Ihr Stärkster, Branden Frazier, war kaum zu stoppen und versenkte den nächsten Dreier (66:63/33.). Bayerns Spielgestalter TJ Bray setzte seine Kollegen bestens in Szene, Monroe dunkte zur 73:65-Führung /34.). Das Spiel war nun spannend und mitreißend, und die Münchner kämpften, um ein weiteres böses Erwachen gegen die Baskets zu vermeiden. Monroe war der „Go-To-Guy“ des letzten Viertels: Vorne erzielte er bereits seinen elften Punkt in diesem Spielabschnitt, und auch in der Verteidigung war er hellwach, reboundete und gefiel mit Ballgewinnen (78:67/35.). Kleine Unachtsamkeiten beim Defensivrebound hielten die Bonner im Spiel, aber die Münchner hatten sich von der Flaute im dritten Viertel vollständig erholt und punkteten mit schöner Regelmäßigkeit: Der Dreier von Paul Zipser zur 91:78-Führung war 96 Sekunden vor Ablauf der 40 Minuten der definitiv vorentscheidende Treffer - dem hatten selbst die starken und hartnäckigen Bonner nichts mehr entgegenzusetzen. Der 15. Sieg im 16. Spiel war auf der Haben-Seite verbucht.

 

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Foto-Credit: Stickel, Eirich, Rauchensteiner 

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