71:60 gegen Würzburg

Bayern festigt die Tabellenführung in der BBL

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Die Basketballer des FC Bayern München haben das Südderby gegen Würzburg mit 71:60 (25:25) Punkten gewonnen. Mit dem 16. Sieg im 17. Spiel verteidige der Deutsche Meister somit seine souveräne Tabellenführung in der Bundesliga. 5.630 Zuschauern im Audi Dome hatten die Bayern drei Tage nach dem EuroLeague-Spiel in Mailand zwar phasenweise Probleme gegen den Playoff-Kandidaten, setzten sich aber mit einer starken Leistung im letzten Viertel (22:10) entschlossen durch. Paul Zipser war mit 18 Punkten der erfolgreichste Werfer der Bayern, bei denen Greg Monroe und Vladimir Lucic geschont werden konnten.

Nach der EuroLeague-Auswärtspartie in Villeurbanne (Di., 4. Januar, 20.45 Uhr) bestreiten die Bayern am kommenden Wochenende gleich zwei Heimspiele: am Freitag, den 7. Februar, um 20.30 Uhr ebenfalls in der EuroLeague gegen Valencia und am Sonntag (9.2.) ab 15 Uhr in der BBL gegen die Giessen 46ers.

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FC Bayern Basketball - sOliver Würzburg 71:60 (25:25)

  • FCBB

    Paul Zipser (18 Punkte), Nihad Djedovic (15/7 Reb), Petteri Koponen (9/3 Dreier), Mathias Lessort (8/6 Reb), Maodo Lo (7), Danilo Barthel (6), TJ Bray (3), Josh Huestis (3), Alex King (2), Diego Flaccadori, Zan Sisko und Jason George (dnp).


  • Topscorer s.Oliver Würzburg

    Florian Koch (13 Punkte)


  • Schiedsrichter

    Martin Matip, Toni Rodriguez und Nicolas Brendel.


  • Zuschauer

    5.630.

Die Punkteverteilung nach Vierteln aus Sicht des FCBB: 13:7, 12:18, 24:25, 22:10.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 55% (FCBB) // 42% (Würzburg); Dreier-Quote: 30% // 38%; Freiwurf-Quote: 88% // 80%; Rebounds: 39 // 32; Assists: 18 // 16; Ballverluste: 13 // 14. – Es fehlten: Vladimir Lucic (Fuß), Greg Monroe (Regeneration) und Leon Radosevic (Rücken).

Die Stimmen zum Spiel:

Oliver Kostic, Chefcoach München: „Es gab wieder Hochs und Tiefs, wir hatten gute und schlechte Momente. Natürlich haben wir heute eine große Rotation versucht, das kostet sicher auch etwas bei den Werten, zum Beispiel bei der niedrigen Wurfquote, speziell in der ersten Hälfte. Auch die Aggressivität in der Defense war nicht richtig gut. Aber im letzten Viertel haben wir gezeigt, wie wir spielen sollten und am Ende haben wir uns den Sieg verdient. Das Wichtigste ist heute der Sieg und jetzt schauen wir dem harten Spielplan entgegen, der auf uns zukommt. Greg Monroe hat heute eine Pause bekommen, er hat zuletzt sehr viele Spiele gespielt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir Lucic im nächsten oder dann im übernächsten Spiel wieder im Team sehen.“

Denis Wucherer, Chefcoach Würzburg: „Wir haben in der Verteidigung gut genug gespielt, um uns gegen müde Bayern eine Chance zu erarbeiten. Ich glaube, den Unterschied haben acht geblockte Würfe der Bayern gemacht. Da hatten wir zwar den Ball dort, wo wir ihn hinhaben wollten. Aber sie haben uns mit großer Athletik am Punkten gehindert. Die Chancen waren da, auch hinten heraus mit freien Würfen, es bis tief in die letzte Minute enger zu halten. Aber die haben wir nicht genutzt und ich wünsche dem Coach und den Bayern alles Gute in der EuroLeague gegen Villeurbanne und Valencia.“

Alex King: „In der ersten Halbzeit haben wir einfach die Würfe nicht getroffen und nicht gut gereboundet. Der Coach hat uns in der Halbzeit mehr Selbstvertrauen verordnet, wir haben dann schneller gespielt. Würzburg ist eine sehr gute Mannschaft, die sehr schnellen Basketball spielt - wir sind sehr froh, dass wir das Spiel gewonnen haben.“

1. Viertel

Maodo Lo, Nihad Djedovic, Paul Zipser, Josh Huestis und Danilo Barthel bestückten die Starting Five von FCBB-Coach Oliver Kostic. Die Würzburger legten vor, die Münchner benötigten erst einmal etliche Versuche und geschlagene vier Minuten, um den ersten Treffer zu landen - Zipser per Dreier zur 3:2-Führung. Der Treffer läutete einen 7:0-Lauf der Roten ein, die zur Freude der Fans zunehmend an Sicherheit gewannen und das Spielgeschehen auf der Basis einer soliden Verteidigung kontrollierten (13:7/8.). Die Zuschauer kamen im ersten Spielabschnitt in den Genuss von eher wenig Korberfolgen, immerhin lag der Deutsche Meister klar in Führung - 13:7.

2. Viertel

Im ersten Angriff des zweiten Viertels erfreuten die Roten die Fans mit einer ansehnlich vorgetragenen Abfolge feiner Pässe, abgeschlossen mit einem Drei-Punkte-Treffer von Josh Huestis (16:7/11.). Mathias Lessort wurde von seinen Mitspielern gesucht und gefunden, er bedankte sich mit zwei spektakulären Aktionen (20:12/13.). Die Gäste zeigten dann aber, dass sie nicht ohne Grund sechs der letzten sieben BBL-Spiele gewonnen hatten, und kamen rasch auf 17:22 heran - Kostic bat zur Auszeit (15.). Die Verteidigung der Münchner stabilisierte sich, vorne schaltete sich Nihad Djedovic mit einem Dreier ein (25:19/16.). Die Bayern hatten sehr gute Wurfgelegenheiten, die recht überschaubare Trefferquote hielt den Gegner allerdings im Spiel, der 60 Sekunden vor dem Seitenwechsel zum 25:25 ausgleichen konnte - der letzte Wurf von Alex King verfehlte das Ziel.

3. Viertel

Die Partie nahm Fahrt auf, die Trefferquote verließ den Keller. Maßgeblich verantwortlich war Paul Zipser, der in dieser Phase stark aufspielte und acht Punkte in Folge beisteuerte (35:29/23.). Auf einen Dreier von Djedovic reagierte Würzburgs Coach Wucherer mit einer Auszeit (38:29/24.). Der FCBB war im Rhythmus, erneut war es Zipser, der am offensiven Brett zur Stelle war und für die zweistellige Führung sorgte (40:29/25.). Die Baskets aus Würzburg kamen jedoch mit drei Drei-Punkte-Treffern in Folge zurück - Auszeit Bayern (44:40/27.). Würzburg war nun nicht zu stoppen und ergatterte mit einem 19:4-Lauf die Führung, TJ Brays Dreier gestaltete den Rückstand der Bayern wenigstens so gering wie möglich - 49:50.

4. Viertel

Ein Koponen-Dreier war natürlich für die Fans ein äußerst gelungener Auftakt ins abschließende Viertel (52:50/31.). Die Bayern waren nun fokussiert und verteidigten ausgesprochen effektiv, vorne kommt der Flow dann meistens ganz von alleine: Mit einem 12:3-Lauf zwangen sie Würzburgs Coach zur nächsten Auszeit (61:53/34.). Die Baskets glaubten an ihre Chance und rackerten sich wieder heran (66:60/38.), aber ein aus Sicht der Bayern eminent wichtiger Djedovic-Dreier zur 69:60-Führung war den Fans der Roten Gold wert (noch 120 Sekunden). Die Bayern überließen in der Defensive jetzt nichts mehr dem Zufall, rührten Beton an und fuhren den Sieg letztlich souverän ein.

 

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Foto-Credit: Stickel, Rauchensteiner

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