Steigerung nach der Pause

90:82-Derbysieg der Bayern in Würzburg

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Die Basketballer des FC Bayern haben das fränkisch-bayerische Derby in Würzburg gewonnen, vor 3.140 Zuschauern in ausverkaufter Halle siegten sie mit 90:82 (42:43) Punkten. Der in der Liga noch unbesiegte Meister (5:0) profitierte von einem starken dritten Viertel mit einem zwischenzeitlichen 15:1-Lauf. In den Schlussminuten führte Münchner Nonchalance noch einem zu einem 10:0-Spurt der kämpferischen Baskets, doch der souveräne Erfolg des Titelverteidigers war nicht mehr gefährdet. Die besten Werfer waren Greg Monroe und Paul Zipser, der sein 100. BBL-Spiel im Trikot der Bayern absolvierte, mit jeweils 13 Punkten. Youngster Sasha Grant, 17, gelangen bei einem Kurzeinsatz seine ersten BBL-Zähler.

Für die Bayern geht es bereits am kommenden Mittwoch (30. Oktober, 20.30 Uhr) zu Hause gegen das königliche Starensemble von Real Madrid in der EuroLeague weiter. Am Freitagabend (21 Uhr) folgt auf dieses Highlight im Audi Dome das Auswärtsspiel in Vítoria-Gasteiz bei Baskonia.

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Die Punkteverteilung nach Vierteln: 16:17, 26:26, 25:11, 23:28.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 53% (FCBB) // 51% (Würzburg); Dreier-Quote: 50% // 43%; Rebounds: 35 // 25; Assists: 24 // 24; Turnovers: 14 // 8. – Es fehlten: TJ Bray (Aufbau nach Fuß-OP), Josh Huestis (Aufbau nach Kniebeschwerden), Mathias Lessort (Fuß, Bänder).

FCBB: Greg Monroe (13 Punkte/5 Rebounds), Paul Zipser (13/3 Dreier), Vladimir Lucic (10/6 Rebounds), Danilo Barthel (9), Maodo Lo (8/4 Assists/2 Blocks), Petteri Koponen (8), Nihad Djedovic (7/5 Rebounds), Alex King (6), DeMarcus Nelson (6), Leon Radosevic (4/4 Assists), Sasha Grant (4), Diego Flaccadori (2).

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Cheftrainer Bayern München: „Wie wir die zweite Halbzeit begonnen haben, war natürlich aus unserer Sicht sehr wichtig. Vor allem in der Defense haben wir da einen guten Job gemacht. Bis auf die wenigen Minuten zum Ende hin haben wir dann das Spiel kontrolliert. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nur noch fünf Ballverluste geleistet und hatten heute insgesamt 24 Assists, auch das war heute wichtig aus meiner Sicht. Nun haben wir eine schwere Woche mit gleich zwei Spielen in der EuroLeague vor uns, darauf müssen wir uns gut vorbereiten.“

Denis Wucherer, Chefcoach Würzburg: „Glückwunsch an Bayern München zum verdienten Sieg. Im Vergleich zur letzten Woche gehen wir mit einem zufriedeneren Gefühl aus dem Spiel. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass das dritte Viertel entscheidend war, da hatten wir nicht mehr dieselbe Energie und der Ball lief nicht mehr so gut. Vielleicht müssen wir mal das Vip-Büffet früher abbauen, dass da wieder mehr Stimmung ist. Uns hat wehgetan, dass die Bayern Jordan Hulls aus dem Spiel genommen und außerdem Luke Fischer erfolgreich attackiert haben.“        

Paul Zipser: „In der Halbzeit wurde uns gesagt, dass wir besser kommunizieren müssen und einen bessern Fokus brauchen. Ich denke, das haben wir dann besser gemacht, aber am Schluss auch wieder etwas verloren. Jedes Auswärtsspiel in der Bundesliga ist laut. Da müssen wir von Anfang an konzentrierter und besser zusammenspielen, damit wir gleich besser in der Partie sind. Gegen Real müssen wir besser kommunizieren und besser starten, in den letzten Spielen war das immer eine Schwäche. Wenn wir das besser machen, sind wir ein richtig gutes Team.“

1. Viertel

DeMarcus Nelson, Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Danilo Barthel und Greg Monroe bildeten die erste Fünf von Dejan Radonjic. Nelson, der für Maodo Lo begann, erwischte einen guten Start und steuerte vier der ersten sechs Punkte der Bayern bei; seine Zähler drei und vier erarbeitete sich der Aufbauspieler nach offensivem Rebound (6:6/4. Spielminute). Der Deutsche Meister dominierte zwar die Bretter (19:10 Rebounds in Halbzeit eins), hatte jedoch immer wieder Probleme beim Close-Out und ließ zu viele Dreier zu (8/19 Dreier der Baskets in der ersten Halbzeit). Zipser beendete mit erfolgreichen Distanzwurf das Scoring im ersten Viertel: 16:17.

2. Viertel

Dass Zipser nicht nur werfen, sondern den Ball auch verteilen kann, beweis der Nationalspieler direkt zu Beginn des zweiten Viertels mit Assists auf Petteri Koponen und Lo, die jeweils von draußen trafen (22:20/12.). Die Gastgeber ließen jedoch zu keiner Zeit den FCBB davon ziehen, was auch der Vielzahl an Fehlern des Favoriten geschuldet war. Neun Turnovers standen nur vier bei den Würzburgern gegenüber.

3. Viertel

Die nötige Leistungssteigerung kam nach der Pause: Während die Franken noch die ersten Punkte erzielen konnten, zogen die Bayern die Zügel an und starteten einen 11:0-Lauf, der nur durch einen erfolgreichen Freiwurf der Baskets unterbrochen wurde und dann von Barthel und Zipser gar zu einem 15:1-Rund veredelt wurde (57:46/26.). Jubilar Zipser und zweimal BBL-Rekordspieler Alex King sorgten mit erfolgreichen Dreiern für einen komfortablen Vorsprung kurz vor dem Schlussabschnitt (66:52/29).

4. Viertel

Zu Beginn des letzten Viertels hielten die Bayern das Tempo weiter hoch und zogen zwischenzeitlich, mit dem sehenswertesten Plays des gesamten Spiels, auf knapp 20 Punkte davon: Zunächst gelang Lo in der Defensive sein zweiter Block im Spiel, ehe er mustergültig Zipser zu einer Flugshow bat (78:60/35.) Die Partie schien entschieden, doch die Würzburger starteten – wieder bedingt durch Münchner Nachlässigkeit – ein letztes Aufbäumen und kamen bis auf vier Punkte heran (86:82/40.). Nachdem Zipser elf Sekunden vor dem Ende Victor Rudd beim Dreierversuch foulte, hatten die Franken sogar nochmal die Chance, auf drei Punkte zu verkürzen, doch der Amerikaner traf nur zwei Versuche. Die Gastgeber schickten anschließend Djedovic und Lucic an die Linie, die dort für den 90:82-Endstand sorgten.

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Foto-Credit: Stickel, Eirich

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