60:93 in Vítoria

Ersatzgeschwächte Bayern bei Baskonia ohne Chance

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Die Basketballer des FC Bayern haben nur 48 Stunden nach der Überraschung gegen Real Madrid deutlich mit 60:93 (29:52) Punkten bei Baskonia Vitoria-Gasteiz verloren. Vor 10.758 Zuschauern in der Halle des letztjährigen Final Four fehlte dem Deutschen Meister im spanischen Baskenland nach dem Kraftakt gegen Real erkennbar die nötige Energie gegen einen physisch sehr stark auftretenden Gegner (21:42 Rebounds), der in der ersten Doppelspielwoche der Königsklasse einen Tag länger Pause hatte und in der ersten Hälfte acht von zwölf Dreiern traf. Erfolgreichster Werfer der ersatzgeschwächten Gäste, denen auch noch Nihad Djedovic fehlte, war Greg Monroe (18).
 


Die Bayern stehen nun wie Baskonia bei 3:3 Siegen; sie haben am Wochenende in der Bundesliga spielfrei und treten in einer Woche erneut auswärts (Freitag, 8.11., 18.45 Uhr) in der EuroLeague beim derzeit kriselnden Starensemble von Fenerbahce Istanbul (1:5) an. Die nächsten Heimspiele in der EuroLeague folgen in der „Greek Week“ am 19. und 22. November gegen die griechischen Schwergewichte Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen.

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Die Punkteverteilung nach Vierteln: 10:29, 19:23, 18:14, 13:27.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 40% (FCBB) // 53% (Baskonia); Dreier-Quote: 33% // 54%; Rebounds: 21 // 42; Assists: 9 // 15; Turnovers: 10 // 14. – Es fehlten: Nihad Djedovic (Reizung im Knie), TJ Bray (Aufbau nach Fuß-OP), Josh Huestis (Aufbau), Mathias Lessort (Fuß, Bänder).

FCBB: Greg Monroe (18 Punkte), Maodo Lo (12), Paul Zipser (7/8 Rebounds), Danilo Barthel (7), DeMarcus Nelson (4), Vladimir Lucic (4), Leon Radosevic (4), Petteri Koponen (3), Diego Flaccadori (1), Alex King.

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Cheftrainer Bayern München: „Nach den ersten Minuten war schon klar, dass Baskonia wahrscheinlich gewinnen würde. Unsere erste Halbzeit mit 52 Punkten für sie war äußerst schlecht, vor allem unsere Verteidigung. Der Gegner hatte über 40 Minuten mit viel mehr Energie gespielt, sehr physisch. Diese erste Doppelspielwoche müssen wir jetzt analysieren. Baskonia hatte einen Tag mehr zur Vorbereitung und mit Djedovic haben uns heute sogar vier Spieler gefehlt. Aber Baskonia hat auch einfach besser gespielt.“

Maodo Lo: „Wir haben sehr schlecht gespielt, wir sind enttäuscht. Aber wir haben nach der schwachen ersten Halbzeit gekämpft und versucht, uns gegen alle weiteren Widerstände hier zu wehren. Aber es war nicht einfach. Wir müssen nun aufstehen.“     

1. Viertel

FCBB-Coach Radonjic begann das zweite EuroLeague-Auswärtsspiel mit DeMarcus Nelson, Paul Zipser, Vladimir Lucic, Danilo Barthel und Greg Monroe. Zipser rutsche für den angeschlagenen Nihad Djedovic in die erste Fünf. Die Bayern fanden gut in die Partie und konnten durch zwei erfolgreiche Abschlüsse am Korb von Monroe das einzige Mal im kompletten Spielverlauf in Führung gehen (6:5/3. Spielminute), doch anschließend verlor der Gast den Faden und kassierte einen 0:13-Lauf. Die größten Probleme hatte man mit Tornike Shengelia, der Center steuerte allein im ersten Viertel 13 Punkte bei und traf beide seiner Dreierversuche. Co-Kapitän Lucic beendete den Negativlauf der Gäste mit einem schönen Passfake und anschließendem Dunk (8:18/8.). Die Bayern fanden jedoch weiter nicht ihren Rhythmus und leisteten sich mit insgesamt fünf Ballverlusten in den ersten zehn Minuten zu viele Fehler – 10:29 vor dem zweiten Spielabschnitt.

2. Viertel

Die Bayern trafen in Person von Maodo Lo endlich ihren ersten Dreier und Monroe legte wenig später trotz Foulspiels am Brett nach, vergab jedoch den Bonusfreiwurf (15:29/12.). Das Aufbäumen hielt nicht lange an und Baskonia zog erstmals mit mehr als 20 Punkten davon (40:17/15.). Dass die Bayern den Rückstand bis zur Pause nicht verkürzen konnten, lag an der schwachen Ausbeute von jenseits der Dreier-Linie (1/7 in der ersten Halbzeit), der Rebound-Überlegenheit der deutlich größeren Baskonia-Garde (22:10) und den starken Quoten der Basken (54 Prozent). Somit stand eine klare 52:29-Führung für Vitoria-Gasteiz zur Halbzeit.

3. Viertel

Dass die Bayern ihre Würfe von draußen besser treffen können, bewiesen sie jetzt: Petteri Koponen, Paul Zipser und zweimal Lo starteten ausschließlich mit Treffern von draußen einen 12:0-Lauf und verkürzten auf 43:57 (26.). Die Chance auf ein engeres Spiel verpasste man in dieser Phase bei einigen verzogenen Würfen. Der FCBB gewann zwar dieses Viertel, doch Baskonia lag weiter deutlich mit 19 Punkten vorn. 

4. Viertel

Die Kräfte der Münchner ließen nach, weshalb der Gastgeber früh für die endgültige Entscheidung sorgte (47:70/32.). Das letzte Viertel war geprägt von Nickligkeiten und Unterbrechungen, wodurch kein Spielfluss mehr entstand. Die Bayern mussten sich bis auf einen erfolgreichen Dreier von Barthel und den letzten Punkten der Partie durch Monroe alle Punkte an der Freiwurflinie erarbeiten. Am Ende stand ein leistungsgerechter 93:60-Erfolg der Hausherren.

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Die nächsten Spiele der Bayern

Foto-Credit: Stickel, Arrizabalaga/Euroleague

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