83:69 gegen Ulm

Tabellenführer Bayern holt den neunten Sieg

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Die Basketballer des FC Bayern München haben im sechsten Spiel innerhalb von zwölf Tagen den Nachbarn aus Ulm dank einer bemerkenswert fokussierten Leistung deutlich 83:69 (47:35) bezwungen. Für den Deutschen Meister war es der neunte Sieg im neunten Spiel, er bleibt damit an der Bundesliga-Tabellenspitze. Vor 4.308 Zuschauern im Audi Dome setzten sich die Münchner ab dem zweiten Viertel ungefährdet auf bis zu 25 Punkte ab, nur im letzten Viertel schaltete man etwas herunter. Nationalspieler Paul Zipser war mit 16 Punkten erneut der erfolgreichste Werfer des Deutschen Meisters.

Die Bayern bestreiten am Freitag (29.11., 18.30 Uhr), in Istanbul die schwere Partie beim EuroLeague-Zweiten Anadolu Efes. Zwei Tage später, am Sonntag, den 1. Dezember, kommt das BBL-Überraschungsteam aus Crailsheim in den Audi Dome – das Spiel beginnt um 18 Uhr.

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Die Punkteverteilung nach Vierteln (aus Sicht des FCBB): 20:17, 27:18, 25:15, 11:19.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 56% (FCBB) // 53% (Ulm); Dreier-Quote: 39% // 26%; Rebounds: 35 // 33; Assists: 18 // 18; Ballverluste: 11 // 13. – Es fehlten: TJ Bray (Aufbau nach Fuß-OP), Josh Huestis (im Training) und Nihad Djedovic (Aufbautraining).

FCBB: Paul Zipser (16 Punkte/6 Rebounds), Petteri Koponen (15/3 Dreier), Danilo Barthel (11/6 Reb), DeMarcus Nelson (10), Vladimir Lucic (7), Alex King (6), Mathias Lessort (6), Greg Monroe (4), Maodo Lo (4), Diego Flaccadori (4) und Leon Radosevic.

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Chefcoach München: „Wir haben heute versucht, von Anfang an mit viel Energie und Konzentration zu spielen. Defensiv haben wir das solide gemacht, bei den Rebounds müssen wir uns nach wie vor verbessern. Aber wir haben das Spiel dominiert und klar gewonnen. Ich bin deshalb zufrieden, wenn man bedenkt, dass es das sechste Spiel in zwölf Tagen war.“

Jaka Lakovic, Cheftrainer Ulm: „Erst einmal herzlichen Glückwunsch an Coach Radonjic und sein Team zu einem sehr verdienten Sieg. Ich sage es kurz und knapp: Das Spiel ging von Anfang bis Ende nur in eine Richtung. Wir konnten die Physis und Aggressivität der Bayern heute zu keinem Zeitpunkt matchen und haben verdient verloren. Das war heute eine Lehrstunde für uns. Ich wünsche Bayern viel Glück für die restliche Saison.“

Danilo Barthel: „Das war ein relativ souveräner Auftritt von uns und es tut sehr gut, dass der Sieg ein wenig lockerer als erwartet war. Alle haben gespielt, alle haben gut gespielt, so dass die Minuten gut verteilt wurden. Jetzt sind wir bereit für die EuroLeague in Istanbul: Morgen regenerieren, dann reisen wir am Donnerstag und wollen dort top Basketball zeigen und gewinnen.“

1. Viertel

DeMarcus Nelson, Vladimir Lucic, Petteri Koponen, Danilo Barthel und Greg Monroe durften zu Beginn ran. Die Männer von FCBB-Coach Radonjic fanden recht flott in die Partie, aber Bamberg-Bezwinger Ulm antwortete trocken mit einem blitzschnell vorgetragenen 6:0-Lauf, der dann jedoch von einem Lucic-Korbleger zeitig gestoppt wurde (6:6/3. Spielminute). Die Ulmer Devise war offensichtlich der schnelle Abschluss, Münchens Defensive war allerdings auf Zack und nötigte den Spatzen fünf Ballverluste ab. Petteri Koponen war zur Stelle und kam nach kurzem Sprint zum unbedrängten Korbleger (14:9/7.). Der FCBB ließ gute Wurfchancen ungenutzt, 20:17.

2. Viertel

Die Münchner starteten mit einem 11:0-Lauf furios – Ulms Coach Lakovic nahm eine Auszeit (31:17/14.). Das Aufbäumen Ulms ließ nicht lange auf sich warten: Drei, vier schnelle Offensivaktionen später waren sie auf 33:22 herangekommen - jetzt reagierte Radonjic mit der Auszeit (15.). Der Titelverteidiger nutzte die Minute, um sich zu sammeln; Zipser erhöhte nach einem Foul von der Freiwurflinie auf 35:22 (16.). Die Roten hatten jetzt unbestritten das Momentum auf ihrer Seite und bauten ihren Vorsprung recht fokussiert und souverän in Richtung der 20 Punkte aus (47:31/19.), doch Ulm war natürlich vom kampflosen Aufgeben weit entfernt und rackerte sich bis zum Seitenwechsel wieder etwas heran – 47:35.

3. Viertel

Die Bayern machten da weiter, wo sie in ihrer starken Phase des zweiten Viertels aufgehört hatten. Zoran Dragic, der stärkste Spieler der Gäste, hielt dagegen (51:39/22.). Mathias Lessort glänzte in der Verteidigung mit einem spektakulären Block, die Bayern hatten die Angelegenheit souverän im Griff (55:41/23.). Barthel versenkte den sehr weiten Dreier aus gut und gerne acht Metern Distanz, Diego Flaccadori stibitzte frech den Ball und erhöhte per Korbleger auf 60:41 – Auszeit Ulm (25.). In der 26. Minute war es soweit: Barthel knackte mit einem Freiwurf die 20-Punkte-Marke (61:41). Absolut bemerkenswert war die Tatsache, dass die Bayern die Intensität in der Defensive auch angesichts des deutlichen Vorsprungs hochhielten: 72:50 nach 30 Minuten.

4. Viertel

Die Ulmer zeigten nun Charakter und gaben nicht auf. Sie kämpften sich auf 73:57 heran - Auszeit München (33.). Der finnische Scharfschütze Koponen stoppte den 9:0-Lauf der Spatzen mit einem seiner gefürchtet schnellen Treffer (75:59/34.). Radonjic verteilte die Spielzeit Kräfte sparend auf viele Schultern, dies kann angesichts vergangener und kommender Belastungen als geschickt bezeichnet werden und könnte sich bereits am Freitag in Istanbul auszahlen. Paul Zipser brachte erneut seine momentan gute Form ein und punktete zuverlässig zur definitiv vorentscheidenden 79:61-Führung (36.). Die Münchner gaben sich nicht den Hauch einer Blöße und brachten den Vorsprung souverän über die Zeit.

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Foto-Credit: Rauchensteiner & Eirich

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