55:77 in Tel Aviv

Zwei gute Viertel reichen den Bayern nicht

Increase font size Schriftgröße

Die Basketballer des FC Bayern München haben in der EuroLeague eine weitere Auswärtsniederlage hinnehmen müssen: 55:77 (26:41) verlor der Deutsche Meister beim israelischen Titelträger Maccabi Tel Aviv, er bleibt damit nach dem zwölften Spieltag bei vier Siegen stehen. Vor 10.389 lautstarken Zuschauern lagen die Bayern nach einem konzentrierten Start im zweiten Viertel plötzlich deutlich zweistellig zurück, ehe sie sich im dritten Abschnitt mit einem 16:0-Lauf bis auf sechs Punkte herankämpften (47:53). Doch insgesamt 19 Turnovers und zehn offensive Rebounds der Gastgeber (FCBB: vier) waren ausschlaggebend für die schwache Punkteausbeute.

Die Bayern mussten zudem neben den Rekonvaleszenten TJ Bray und Josh Huestis sowie Nihad Djedovic auch auf Leon Radosevic verzichten. Der Center war beim Abschlusstraining in München umgeknickt und fehlt zunächst rund zehn Tage; ein erneuter Check erfolgt gegen Ende der kommenden Woche.

Weiter geht es nun in der Bundesliga, wo der FC Bayern unbesiegt Tabellenführer ist: Am Sonntag (8.12.) tritt man ab 15 Uhr beim „Sternstunden“-Spieltag im Audi Dome gegen Außenseiter BG Göttingen an, ehe übernächsten Freitag (13.12., 20.30 Uhr) daheim gegen Zenit St. Petersburg aus Russland die nächste Siegchance in der EuroLeague besteht.

Tickets: FCBB vs. Göttingen

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 18:22, 8:19, 21:12, 8:24.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 42,9% (FCBB) // 50% (Tel Aviv); Dreier-Quote: 21,1% // 31,8%; Rebounds: 30 // 35; Assists: 10 // 12; Ballverluste: 19 // 9. – Es fehlten: TJ Bray (Aufbautraining), Josh Huestis (im Training), Nihad Djedovic (Individualtraining) und Leon Radosevic (Bänderverletzung Knöchel).

FCBB: Petteri Koponen (10 Punkte), Vladimir Lucic (10), Greg Monroe (8/6 Rebounds), Mathias Lessort (8/5 Rebounds), Danilo Barthel (6/6 Rebounds), Maodo Lo (5), Paul Zipser (4), DeMarcus Nelson (4), Alex King, Diego Flaccadori und Sasha Grant (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Chefcoach München: „Das war ein gutes Spiel von Maccabi. Wir haben konzentriert begonnen, aber zu Beginn des zweiten Viertels haben wir auf die exzellente, physische Defensive von ihnen mit zu vielen Ballverlusten reagiert. Wir sind im dritten Viertel noch einmal stark zurückgekommen, aber das reicht hier nicht. Vor allem nicht, wenn du 19 Turnovers hast gegen ein Team wie Maccabi. Wir hoffen nun, dass wir in den nächsten Spielen den einen oder anderen verletzten Spieler wieder dabei haben werden.“

Petteri Koponen: „Wir haben wirklich versucht zu kämpfen und sind im dritten Viertel noch einmal zurückgekommen. In den letzten fünf Minuten hatten wir aber zu viele Ballverluste und haben so das Spiel klar wegebeben. Maccabi spielt eine starke Saison, sie sind ein gutes Team. Wir selbst müssen uns verbessern. Wir spielen nicht so, wie wir es könnten. Wir müssen jetzt im Training daran arbeiten, uns als Team zu verbessern. Das ist der einzige Weg. Es gibt in der EuroLeague keine einfachen Spiele. Wir müssen einen Weg finden, wettbewerbsfähig zu bleiben und versuchen, wieder Siege zu holen.“

1. Viertel

Der FCBB startete mit Maodo Lo, Petteri Koponen, Vladimir Lucic, Danilo Barthel und Mathias Lessort. Nach vier schnellen Punkten von Tarik Black (0:4) fanden die Bayern gut in die Partie und sorgten im Zusammenspiel zwischen Lucic und Lessort für den „Magic Moment“ der Partie: Der Serbe mit dem schönen Durchstecker an der Baseline, der Franzose vollendete wuchtig per Dunk (8:9/5.). Am anderen Ende des Parketts gelang dem 24-Jährigen ein sehenswerter Block und Koponen dreht per Dreier die Partie erstmals auf die Seite der Münchner (11:9/6.). Die Gastgeber starteten anschließend einen 8:0-Lauf, der erst drei Minuten vor der ersten Viertelpause von Kapitän Barthel unterbrochen wurde (13:17/7.). Mit dem gleichen Punktedefizit endeten die ersten zehn Minuten – 18:22 aus Sicht des FCBB.

2. Viertel

Der Deutsche Meister konnte nicht an die konzentrierte Vorstellung anknüpfen und leistete sich dabei vor allem viel zu viele Turnovers – allein drei in den ersten beiden Minuten. Othello Hunter und Scottie Wilbekin brachten die Israelis erstmals zweistellig in Front (18:31/14.). Bis auf zwei weitere Punkte aus dem Feld von Lessort und insgesamt sechs Freiwürfen wollte den Bayern vor der Pause nicht viel gelingen. Tel Aviv ging mit einem deutlichen 41:26 in die Kabinen. Insgesamt acht Ballverluste – fünf davon im zweiten Viertel – waren zu viel, um mit dem Top4-Anwärter mitzuhalten.

3. Viertel

Dass die Bayern effektiveren und mitreißenden Basketball präsentieren können, bewiesen sie nach dem Seitenwechsel: Nachdem Maccabi zunächst noch einen 8:0-Lauf zum deutlichen 51:28-Zwischenstand gelang (23.), starteten die Bayern bis zum Ende ihrerseits einen unglaublichen 19:2-Run und ließen in den letzten fünf Minuten vor dem Schlussviertel überhaupt keine Punkte der Gastgeber zu. So stand nach der frühen Entscheidung ein knapper 47:53-Rückstand vor den letzten zehn Minuten.

4. Viertel

Doch Maccabi schüttelte direkt zu Beginn – nach einem bitteren Ballverlust der Münchner – die Unsicherheit ab (47:59/32.). Diesen Vorteil baute man kontinuierlich aus, einzig Lo sorgte mit seinem einzig erfolgreichen Wurf aus dem Feld nochmal für einen kurzen Hoffnungsschimmer (53:66/36.). Nur Lucic konnte nochmals mit Freiwürfen Punkte auf das Konto der Bayern bringen; Tel Aviv war ansonsten souverän und profitierte vielfach von weiteren unnötigen Ballverlusten des Gegners.

 

Du willst beim nächsten Heimspiel der Bayern live dabei sein? Dann sichere Dir jetzt Dein Ticket!

ZUM SPIELPLAN

 

Foto-Credit: Stickel, Magriso/Euroleague

Weitere Inhalte
Auch Interessant