Energieleistung zum souveränen 82:63

Die Bayern feiern gegen Crailsheim den zehnten Sieg im zehnten Spiel

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Die Basketballer des FC Bayern München haben nach der klaren Auswärtsniederlage in der EuroLeague am Freitagabend in Istanbul mit einer Energieleistung die Bundesliga-Tabellenführung souverän verteidigt: Gegen den Tabellenfünften Crailsheim kam der Deutsche Meister zu einem ungefährdeten 82:63 (45:35)-Erfolg, es war der zehnte Sieg im zehnten BBL-Spiel. Vor 4.863 Zuschauern im Audi Dome mobilisierten die Münchner im letzten Viertel noch einmal alle Kräfte, nachdem die Gäste bis auf einen Punkt herangekommen waren: Ab dem 57:56 legten sie binnen sechs Minuten einen 17:4-Lauf hin und ließen im letzten Viertel nur noch zehn Punkte zu.

Die Münchner müssen am Donnerstag (5.12.) in Tel Aviv beim aktuellen Tabellenvierten der EuroLeague antreten. Am Sonntag darauf (8.12.) tritt dann ab 15 Uhr Außenseiter Göttingen im Audi Dome an.

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Die Punkteverteilung nach Vierteln: 20:13, 25:22, 12:18, 25:10.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 68% (FCBB) // 61% (Crailsheim); Dreier-Quote: 36% // 28%; Rebounds: 28 // 22; Assists: 20 // 16; Ballverluste: 14 // 17. – Es fehlten: TJ Bray (Aufbau nach Fuß-OP), Josh Huestis und Nihad Djedovic (beide Aufbautraining).

FCBB: Greg Monroe (14 Punkte/5 Assists), Vladimir Lucic (13/5 Rebounds), DeMarcus Nelson (13), Danilo Barthel (10), Maodo Lo (9), Diego Flaccadori (9), Petteri Koponen (4), Paul Zipser (4/5 Reb.), Mathias Lessort (4), Alex King (2) und Leon Radosevic.

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Chefcoach München: „Anfangs haben wir gut gespielt, bevor wir noch in der ersten Hälfte etwas nachlässig geworden sind, defensiv wie offensiv. Zum Glück konnten wir gegen Ende noch einen Rest an Energie aufbringen, um das Spiel zu gewinnen. Die letzten sieben, acht Minuten haben wir sehr gut gespielt. Jetzt müssen wir uns auf weitere schwere Wochen vorbereiten. Gratulation an Crailsheim zur bisherigen Saison.“

Tuomas Iisalo, Cheftrainer Crailsheim: „Nach dieser harten Woche für Bayern waren sie dennoch sehr stark. Drei Viertel lang konnten wir sehr gut mithalten. Doch im letzten Viertel haben wir daraufhin einige falsche Entscheidungen getroffen. Wir müssen analysieren, ob es an uns lag oder daran, dass Bayern immer stärker wurde. Das Spiel war eng, doch dann haben wir es schnell aufgegeben, was für mich enttäuschend ist. Erst einmal bleibt mir nur, nochmals zu gratulieren.“

DeMarcus Nelson: „Crailsheim war wirklich sehr stark. Sie kamen hierher, um zu gewinnen. Immer, als wir uns ein wenig absetzen konnten, kamen sie durch Läufe wieder zurück ins Spiel und rückten zu Beginn des letzten Viertels sogar bis auf einen Punkt heran. Sie haben uns wirklich hart geprüft und wir mussten uns echt reinhängen, um das am Ende noch zu gewinnen.“

1. Viertel

Als erste Fünf wurden von FCBB-Coach Dejan Radonjic DeMarcus Nelson, Vladimir Lucic, Petteri Koponen, Danilo Barthel und Greg Monroe aufgeboten. Die Bayern waren vom Sprungball weg auf dem Posten. Vor allem Monroe war voll da, erzielte während der ersten drei Minuten sechs Punkte und erarbeitete sich zwei Ballgewinne (8:3/4. Spielminute). Die Münchner verteidigten ordentlich, vorne erspielten sie sich geduldig gute Wurfgelegenheiten. Die logische Folge dessen war ein Anwachsen des Vorsprungs - ein Sprungwurf von Petteri Koponen machte ihn zweistellig (16:6/6.). Durch plötzliche Fehler geriet das Voranschreiten des Meisters aber ins Stocken, die HAKRO Merlins witterten ihre Chance - 20:13 nach dem ersten Viertel.

2. Viertel

Die Fans bejubelten den ersten Dreier der Bayern, Maodo Lo erzielte aus der Ferne das 25:17 (12.). Die Gäste ließen immer wieder aufblitzen, weshalb sie in dieser Saison die Bundesliga so überraschen: Sie spielen einen schnellen, attraktiven und vor allem effektiven Basketball, der sie wieder auf vier Punkte heranbrachte (25:21/14.). Die Bayern hielten die Crailsheimer zwar erfolgreich auf Distanz, aber die Einsatzbereitschaft schien deutlich ausbaufähig zu sein. Zwei Dreier von Kapitän Barthel taten der Führung gut, ein Dunking von Zipser sorgte für die zweistellige Führung - Auszeit Merlins (41:31/18.). Ein genialer Assist von Diego Flaccadori war ein echtes Highlight, der Italiener hatte Monroe beim Fastbreak frech hinter dem Rücken bedient (43:31/19.). Zur Halbzeit führten die Roten 45:35.

3. Viertel

Lo ergriff die Initiative und hauchte dem offensiven Spiel der Münchner mit zwei dynamischen Korblegern Leben ein (51:38/23.). Quincy Ford erfreute die Busladung mitgereister Crailsheim-Fans mit seinem fünften erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf, plötzlich waren die Gäste den Bayern wieder auf den Fersen - Auszeit Rot (53:47/25.). Die Fehlerquote auf beiden Seiten war hoch, die Münchner waren aus dem Rhythmus und gaben das Viertel 12:18 ab, führten aber nach 30 Minuten dank des Polsters aus der ersten Halbzeit noch 57:53.

4. Viertel

Die „Defense“-Rufe der Gäste-Fans wurden lauter, denn ihre Mannschaft rückte dem Meister auf den Pelz (57:56/31.). Die Münchner zeigten die einzig richtige Reaktion: Sie drehten deutlich erkennbar am Regler der Intensität in der Verteidigung. Das daraus entstehende Bollwerk in Richtung Bayern-Korb ergab, gepaart mit schnellen offensiven Abschlüssen, einen 7:0-Lauf (64:56/33.). Der FCBB ließ einige Chancen an der Freiwurflinie liegen, die weiterhin gallige Verteidigung und ein starker Lucic-Dreier hielten die Führung vorentscheidend im zweistelligen Bereich (70:58/37). Die Bayern durften gegen resignierende Crailsheimer noch ein wenig schaulaufen und ließen keine Zweifel an ihrem nächsten Sieg in der BBL aufkommen, dem zehnten in Serie.

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Foto-Credit: Stickel, Rauchensteiner

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