111:55 gegen Hamburg

Rekord-Start der Bayern in die neue Saison

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Die Basketballer des FC Bayern München haben zum Auftakt der neuen Saison deutlich mit 111:55 (58:17) Punkten gegen den Aufsteiger aus Hamburg gewonnen. Es war der zweihöchste Erfolg in der Bundesliga-Geschichte der Bayern nach dem 111:53 vor gut zwei Jahren gegen Braunschweig. Bereits am kommenden Donnerstag, 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit, 20.30 Uhr), startet der FCBB in die neue EuroLeague Saison gegen Armani Mailand.

5.704 Zuschauer im Audi Dome erlebten von Beginn an eine deutliche Führung der Bayern und einen Bundesliga-Rekord: Noch nie zuvor lag eine Mannschaft mit 41 Punkten zur Halbzeit vorne. Der beste Werfer bei den Münchner, bei denen alle Spieler scorten, war Nihad Djedovic mit 20 Punkten.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 23:7, 35:10, 34:17, 19:21.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Nihad Djedovic (20 Punkte, 3/3 Dreier, 4 Steals), Greg Monroe (18, 10 Rebounds, 5 Assists), Paul Zipser (17, 7 Rebounds), Danilo Barthel (16, 6 Rebounds), Petteri Koponen (11), Maodo L0 (8), Vladimir Lucic (6), DeMarcus Nelson (5), Leon Radosevic (4), Mathias Lessort (3), Diego Flaccadori (2) und Alex King (1)

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Cheftrainer Bayern München: „Wir haben über die gesamten 40 Minuten mit viel Energie gespielt und immer den Fokus gehalten. Das hat mir gut gefallen. Es war ein wichtiger Sieg für uns, da wir noch nicht viele Trainingseinheiten mit dem ganzen Team absolvieren konnten. Trotzdem haben wir heute schon sehr klug agiert und ich hoffe, dass wir das können auch am Donnerstag in der EuroLeague zeigen können.“

Mike Taylor, Chefcoach Hamburg: „Erst einmal Glückwunsch an die Heimmannschaft. Das war ein klarer und verdienter Sieg, eine Lehrstunde für uns. Aber wir bleiben positiv. Das war unser erstes Spiel in der BBL und wir haben heute viel gelernt. Bayern hat uns dominiert und unsere Offensive war heute nicht gut genug. Doch wir werden weiter hart arbeiten, um uns auf das nächste Spiel gegen den MBC vorzubereiten.“

1. Viertel

Maodo Lo, Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Danilo Barthel und Greg Monroe bildeten die erste Fünf von FCBB-Coach Dejan Radonjic. Der Meister trat von Beginn an dominant auf, besonders Djedovic fand früh zu seinem Wurf und traf seine ersten drei Dreipunktwürfe allesamt. Center-Neuzugang Monroe zeigte ebenfalls, warum er an die Isar geholt wurde. In seinen ersten fünf Minuten in der Bundesliga gelangen ihm fünf Rebounds – die gleiche Anzahl an Boards konnten die Gäste zu diesem Zeitpunkt gemeinsam vorweisen (13:4/5. Spielminute). Nach einer sehenswerten Ballrotatation verwandelte Rückkehrer Paul Zipser seinen ersten Wurf von draußen (19:4/8.). Ein weiterer Neuzugang, DeMarcus Nelson, sorgte mit dem Buzzer für den 23:7-Zwischenstand nach zehn Minuten.

2. Viertel

Auch das zweite Viertel gestaltete sich sehr einseitig. Mit einem 16:0-Lauf in vier Minuten sorgte der Meister früh für klare Verhältnisse (42:12/16.). Dieser Run wurde nur durch zwei erfolgreiche Freiwürfe durch den Ex-Bayern Heiko Schaffartzik unterbrochen, ehe die Bayern nochmals einen identischen Lauf hinlegten. Wieder war es Schaffartzik, der für Hamburg scorte und für den 58:17-Zwischenstand zur Halbzeit sorgte. Finals-MVP Djedovic gelangen in elf Minuten Spielzeit in der ersten Hälfte 13 Punkte bei einer perfekten Quote von draußen.

3. Viertel

Trotz der höchsten Pausenführung in der BBL-Historie ließen die Bayern keineswegs nach und bauten die Führung weiter aus. Für das Scoring zeigten sich weiterhin hauptsächlich Monroe, Zipser und Djedovic verantwortlich. Der FCBB-Rekordspieler wusste jedoch nicht nur am offensiven Brett zu überzeugen, sondern bewies mit vier Steals in den ersten 30 Minuten zudem ein flinkes Händchen. Nach einem erfolgreichen Alley-Oop-Spielzug über Maodo Lo und Monroe, war die Bayernführung bereits nach drei gespielten Minuten in der zweiten Hälfte erstmals auf über 50 Punkte angewachsen (71:20/23.). Nach einer Phase mit einigen Freiwürfen auf beiden Seiten, stiegen auch Petteri Koponen (11 Punkte) und Barthel (10) in die Riege der zweistelligen Scorer auf. Vor dem Schlussviertel stand ein Plus von 58 – 92:34 für den FCBB.

4. Viertel

Im abschließenden Viertel schaltete der deutsche Meister ein paar Gänge zurück, bot der Galerie jedoch mit dem ein oder anderen schönen Spielzug noch ein paar Highlights, wie zum Beispiel ein Alley-Oop-Anspiel von Center Mathias Lessort auf Vladimir Lucic (104:45/26.). Die abschließenden Punkte der Bayern erzielte ebenfalls der Bronzemedaillen-Gewinner aus Frankreich an der Freiwurflinie – es waren seine ersten Punkte im FCBB-Dress und der letzte Spieler des Meisters, der am Scoreboard auftauchte. Mit dem letztendlich eindrucksvollen Sieg verpassten die Bayern ihren eigenen BBL-Rekord nur knapp: Im Herbst 2017 gelangen ebenfalls 111 Punkte gegen Braunschweig.

Die nächsten Spiele der Bayern

 

Foto-Credits: Rauchensteiner, Stickel, Eirich

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